Maria Opferung: Gerüche werden gebannt

Im Schulhaus Maria Opferung riecht es unangenehm nach Mottenkugeln: Aus diesem Grund wird der Unterlagsboden in einzelnen Zimmern während der Sommerferien verschlossen.

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Kinder vor dem Schulhaus Maria Opferung. (Bild: Christof Borner-Keller / Neue ZZ)

Kinder vor dem Schulhaus Maria Opferung. (Bild: Christof Borner-Keller / Neue ZZ)

«Schon immer» habe es im Schulhaus Maria Opferung nach Mottenkugeln gerochen, würden Lehrpersonen berichten , die seit langem in diesem in den 1960-er Jahren erbauten Schulhaus arbeiten. Wie die Stadtverwaltung Zug in einer Medienmittelung weiter schreibt, sei seit kurzem auch die Ursache für diese unangenehmen Gerüche bekannt. Kernbohrungen hätten gezeigt, dass sich als Dämm- und Isolationsmaterial Kornschrot im Boden befinde, das damals mit Naphthalin gegen Pestizide und Parasiten behandelt wurde. Naphthalin ist ein nach Teer riechender Stoff, der früher ebenfalls in Mottenkugeln vorhanden war und unangenehm riecht. Und: In zu hohen Dosen könne Naphthalin gesundheitsgefährdend sein.

Nach dem Umbau des ehemaligen Internats zogen 2003 die Heilpädagogische Schule und 2005 einzelne Abteilungen der Stadtschulen in die Räumlichkeiten der Klostergasse. Dabei wurde der Linoleum-Belag teilweise durch Teppiche ersetzt. Seitdem hätten aber die Klagen über die unangenehmen Gerüche zugenommen. Es kamen auch Befürchtungen auf, der Geruch könnte gesundheitsgefährdend sein. Die Verantwortlichen haben die Klagen ernst genommen und eine Untersuchung eingeleitet.

Belastung weit unter dem Grenzwert

Die Resultate der Abklärungen hätten ergeben, dass die Belastung weit unter dem kritischen Grenzwert liegt. Eine Gefährdung der Gesundheit hätte nie bestanden. Das Bildungsdepartement und die Abteilung Immobilien würden auf Empfehlung der Experten nun verschiedene Massnahmen prüfen:

  • Der Unterlagsboden wird in einzelnen Schulzimmern, wo die Konzentration erhöht ist, versiegelt. Damit wird das Verdunsten von Naphthalin in den Innenräumen unterbunden.
  • Schränke und Mobiliar, welches den unangenehmen Geruch aufgenommen haben, werden gereinigt und wo notwendig ersetzt.
  • Textilien werden nach einem spezialisierten Verfahren chemisch gereinigt.

Die ersten Arbeiten werden wenn möglich während der Sommerferien ausgeführt, so die Medienmitteilung. Der Schulbetrieb werde kaum beeinträchtigt; auch die Betreuungsangebote der Abteilung Kind Jugend Familie können aufrecht erhalten werden.

pd /kst