MARIA OPFERUNG: Nach 400 Jahren öffnen sich die Klostertore

Erstmals öffnet sich das Zuger Frauenkloster der breiten Öffentlichkeit. Der Anlass: Das Heim der Kapuzinerinnen feiert sein 400-jähriges Bestehen.

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Prall das Leben: Schwester Agatha in der Klosterküche beim Schnittlauch Schneiden. (Bild Werner Schelbert/Neue ZZ)

Prall das Leben: Schwester Agatha in der Klosterküche beim Schnittlauch Schneiden. (Bild Werner Schelbert/Neue ZZ)

Durch schmale Gänge, über ächzende Böden, vorbei an Jesus am Kreuz und dunklen Ölgemälden, von denen auch die Schwestern längst nicht mehr wissen, woher sie stammen: Auf dem Rundgang im Haupthaus des Zuger Klosters, begleitet vom Bewusstsein, dass hier alles so ist, wie es wohl immer war. Erst Brandmeldeanlage, Doppelverglasung und Bewegungsmelder zeigen den Unterschied von damals zu heute auf. Zum ersten Mal in der 400-jährigen Geschichte ihres Klosters machen die Kapuzinerinnen es einer breiten Öffentlichkeit zugänglich.

«Berührungsängste kennen wir nicht», sagt Mutter Schwester Maria Anna Nerlich, die durch einen der Kreuzgänge führt. Das sei auch auf den langen Schulbetrieb zurückzuführen: Während 346 Jahren unterrichteten die Schwestern. Bis vor fünf Jahren unterhielt Maria Opferung eine Tagesschule und ein Internat in den umliegenden Gebäuden.

Lift schafft Hilfe im Alter
Im Kreuzgarten, zwischen Zitrusbaum und Gartentischen: ein gläserner Lift, der die Schwestern von Stockwerk zu Stockwerk bringt. «Er ist vor allem ein Zugeständnis an das Alter», sagt Mutter Schwester Maria Anna Nerlich. «Die Schwestern werden älter und die Stufen beschwerlicher.» Sie lebt hier seit 50 Jahren, trat als Sechzigste in die Schwesternschaft ein.

Heute sind der Oberin noch 13 Kapuzinerinnen geblieben, im Alter sind sie weit fortgeschritten. Nachwuchs fehlt. «Der Markt in Europa ist ausgetrocknet.»

Chantal Desbiolles

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Donnerstag in der Neuen Zuger Zeuitung