Marschhalt für Planung der Kanti Zug

Der Kanton Zug legt bei der Schulraumplanung für die Kantonsschule einen Marschhalt ein. Der Kantonsrat hat am Donnerstag aufgrund die Planung sistiert und sich für eine Neuplanung ausgesprochen.

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Die Kantonsschule Zug. (Bild: Stefan Kaiser / Neue ZZ)

Die Kantonsschule Zug. (Bild: Stefan Kaiser / Neue ZZ)

Die Kantonsschule braucht mehr Schulraum. Bisher war vorgesehen, an den drei Standorten Luegeten, Zug (Kantonsschule), Hofstrasse, Zug (Fachmittelschulen FMS und WMS) und Menzingen (Kurzzeitgymnasium) mehr Raum zu schaffen. Gemäss Fahrplan der Regierung hätte der Kantonsrat noch dieses Jahr die Kredite für entsprechende Bauprojekte genehmigen sollen.Im Frühling dieses Jahres veränderte sich die Situation jedoch grundlegend. Ein Landbesitzer des Allmendhofes im Chamer Röhrliberg zeigte sich plötzlich verkaufswillig, nachdem er vor fünf Jahren den Verkauf noch abgelehnt und damit eine Kanti-Erweiterung im Ennetsee verunmöglicht hatte.

Mit dem Röhrliberg ist neu ein vierter Standort im Spiel. Der Kantonsrat sprach sich aufgrund der neuen Ausgangslage für eine umfassende Neuplanung aus und unterstützte zwei entsprechende Motionen klar.

Planung wird sistiert

Alle Erweiterungsplanungen werden sistiert und der Raumbedarf unter Einbezug des neuen Standortes Ennetsee neu geplant. Weitergeführt werden einzig die kurz vor dem Abschluss stehenden Arbeiten fürs Kurzgymnasium Menzingen und die WMS/FMS an der Hofstrasse.

CVP, FDP, SVP und SP sprachen sich klar für den Marschhalt aus. Einzig die Fraktion Alternative-die Grünen (AFG) war dagegen. Werde von vorne begonnen, leide die Schule weitere 14 Jahre unter der Schulraumnot, sagte die AFG-Fraktionssprecherin. Die nötigen Provisorien verursachten zusätzliche Kosten von 30 bis 50 Millionen Franken.

Gemäss Baudirektor Heinz Tännler (SVP) soll der Planungsstopp acht bis neun Monate dauern. Bis dann soll die Evaluation aller Standorte abgeschlossen sein.

sda