MARTIN SCHMID: 50'000 Franken Förderung für «Entdeckung»

Das mit 50'000 Franken dotierte Zuger Werkjahr geht an den Komponisten Martin Schmid. Dies obwohl oder gerade weil er in der breiten Öffentlichkeit noch wenig bekannt ist.

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Nach mehreren Jahren zurückgezogener Tätigkeit tritt der 1971 geborene Martin Schmid seit 2008 vermehrt als freischaffender Komponist in Erscheinung, wie die es in einer Medienmitteilung heisst. Sein bisheriges Schaffen und seine ambitionierten Kompositionsprojekte hätten die Fachjury Musik und die Kulturkommission sehr überzeugt. Schmid, der bislang in der breiten Öffentlichkeit noch wenig bekannt sei, könne als «Entdeckung» bezeichnet werden, sei es ihm doch in kurzer Zeit gelungen, grosse Anerkennung bei namhaften Musikern, den Zuhörern und einer Plattenfirma mit weltweitem Ruf und Ausstrahlung zu finden.

Der Regierungsrat des Kantons Zug zeichnet zudem weitere 12 Kunstschaffende mit einem Förderbeitrag in der Höhe zwischen 8'000 und 12'000 Franken aus (siehe unten). Die Preisübergabefeier findet am Donnerstag, 1. Oktober 2009, um 18:30 Uhr im Kunst-Ambulatorium (ehemals Interkantonale Schule für Pflegeberufe) in Baar statt und ist öffentlich.

2009 sind insgesamt 26 Bewerbungen um einen Förder- oder Weiterbildungsbeitrag sowie 10 Bewerbungen um das Zuger Werkjahr eingegangen. Fünf ausserkantonale Fachjurys haben die Dossiers eingehend geprüft und mit einem schriftlichen Jurybericht ihre Empfehlungen zuhanden der Kulturkommission und des Regierungsrats abgegeben. Insgesamt konnten seit 1978 über 300 Zuger Kulturschaffende von den Fördergeldern profitieren.

scd

Die gesprochenen Förderbeiträge:

Bildende und angewandte Kunst:

  • Arienne Birchler, 1982 Förderbeitrag von 10'000 Franken an die Realisierung ihrer ersten Modekollektion
  • Pascale Birchler, 1982 Förderbeitrag von 12'000 Franken an das freie künstlerische Schaffen
  • Georg Keller, 1981 Förderbeitrag von 12'000 Franken an das freie künstlerische Schaffen
  • Michelle Kohler, 1981 Förderbeitrag von 8000 Franken an ihr fotografisches Projekt «Verdichtungen», mit dem sie Räume in Altersheimen und -residenzen dokumentiert
  • Yeliz Palak, 1981 Förderbeitrag von 10'000 Franken an das freie künstlerische Schaffen
  • Markus Uhr, 1974 Förderbeitrag von 8000 Franken an die Realisierung des Künstlerbuches «Transfer Drawings»

Film:

  • Michèle Ettlin, 1979: Förderbeitrag von 12'000 Franken an ihr neues Filmprojekt, bei welchem sie auf der USA-Tournee der beiden Musiker Simon Berz und Klaus Yanek Bilder, Zeichnungen, Eindrücke und Gesprächsfragmente sammelt und daraus eine Geschichte entwickeln will.

Musik:

  • Raffaele Bossard, 1982 Weiterbildungsbeitrag von 10'000 Franken an das Nachdiplomstudium an der New School in New York
  • Raphael Christen, 1969 Förderbeitrag von 8000 Franken an die Konzerttournee der QuaDrums Percussion Performance in Korea, Japan und der Schweiz sowie im Speziellen an die Finanzierung der Auftragskomposition von Carl Rütti, welche im Rahmen der Tournee uraufgeführt wird
  • Céline-Giulia Voser, 1984 Weiterbildungsbeitrag von 10'000 Franken an den Studienaufenthalt an der Manhatten School of Music in New York

Tanz und Theater:

  • Sandra Odermatt-Gautschi, 1971 Weiterbildungsbeitrag von 9000 Franken an ihre Masterausbildung in Tanzpädagogik an der Zürcher Hochschule der Künste
  • Martina Potratz, 1981 Förderbeitrag von 11'000 Franken an ihre künstlerische Arbeit und ihre Lebenshaltungskosten in New York, insbesondere für ihre Arbeit am Stück «Surrender» mit der International WOW Company