Kommentar

Maskenpflicht in Zuger Geschäften: Dieser Versuch muss sein

Der Zuger Regierungsrat hat eine Maskenpflicht in allen Läden im Kanton ab dem 10. Oktober verhängt. Auch wenn die Wirksamkeit dieser Massnahme in anderen Kantonen nicht nachgewiesen wurde, ist sie sinnvoll.

Zoe Gwerder
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Zoe Gwerder

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Lz

Dass Zug in Sachen Maskenpflicht in Verkaufsgeschäften mit dem Nachbarkanton Zürich gleichzieht und nun als zehnter Kanton eine solche einführt, ist nachvollziehbar. Denn die Situation hat sich in den letzten Wochen verändert. Im Gegensatz zum Sommer, als Nachtclubs und Auslandaufenthalte erwiesenermassen für einen Grossteil der Ansteckungen sorgten, besteht jetzt bei der Hälfte der Fälle nur noch eine Vermutung, wo sie sich ereignet haben könnten. Es ist deshalb nahe­liegend, dass nun – als leicht umzusetzende Massnahme – eine Maskenpflicht in Läden eingeführt wird.

Doch auch wenn inzwischen die Wirksamkeit von Gesichtsmasken als gesichert gilt, ist die Wirksamkeit einer Maskenpflicht in Verkaufsgeschäften bisher nicht nachgewiesen. So gab es beispielsweise im Kanton Zürich nach der Einführung der Maskenpflicht in Läden Ende August vorübergehend einen Rückgang der Fallzahlen. Diese steigen seit Anfang Oktober jedoch wieder drastisch an.

Trotzdem: Auch wenn nicht gesichert ist, dass die jüngsten Ansteckungen in Verkaufsläden erfolgten, ist es sinnvoll, eine Maskenpflicht einzuführen. Denn der Kanton Zug soll und muss alles versuchen, um einen erneuten Lockdown zu verhindern.