MASTERPLAN: Neue Nutzungen für altes Kantonsspital-Areal

Der städtebaulich überarbeitete Masterplan für das ehemalige Areal des Kantonsspitals in Zug liegt vor. Der öffentliche Nutzen konnte deutlich gesteigert werden.

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Das alte Kantonsspital Zug mit dem Personalhaus. (Archivbild Werner Schelbert/Neue ZZ)

Das alte Kantonsspital Zug mit dem Personalhaus. (Archivbild Werner Schelbert/Neue ZZ)

Die Baudirektion des Kantons Zug hat den Masterplan vom Februar dieses Jahres für das ehemalige Areal des Kantonsspitals in Zug städtebaulich überarbeiten lassen. «Dieser Zwischenschritt hat sich gelohnt, denn der öffentliche Nutzen konnte deutlich gesteigert werden», sagte der Zuger Baudirektor Heinz Tännler an einer Orientierungsveranstaltung vom Montag.

Erschliessung mit Seesicht
Die Änderungen auf dem neuen Masterplan sind augenfällig. Während die ursprüngliche Version eine zentrale Erschliessungsachse zwischen den Baufeldern vorsah, sind die öffentlichen Plätze nun an die Westseite des Perimeters gerückt. Dank dieser Modifikation konnte eine grosszügige Seeterrasse ausgebildet werden, die den Blick über die Artherstrasse hinaus auf den Zugersee und die Berge frei geben wird.

«Die Vorzüge des ursprünglichen Masterplanes werden dadurch nicht tangiert», so Kantonsplaner René Hutter. «Das heisst, der Nutzungsmix und dessen Flexibilität bleiben erhalten, ebenso die Durchgängigkeit in Nordsüd- und Westost-Richtung und nicht zuletzt auch die historisch wertvollen Zeitzeugen.»

Kunsthaus Zug könnte integriert werden
Das Kantonsspitalareal ist als möglicher Standort für den Neubau des Kunsthauses Zug auserkoren wurde. «Die Einbindung eines Kunsthauses in den geplanten Nutzungsmix ist möglich», so Tännler. Da der definitive Entscheid über den Kunsthaus-Standort noch aussteht und das anschliessende Richtplanverfahren bis im Sommer 2011 dauern dürfte, will Tännler auch mit dem Start zur Bebauungsplanung für das Kantonsspital-Areal noch zuwarten.

Kinos, Mehrzwecksaal, Kinderkrippe...
In der Zwischenzeit werden die weiteren Nutzungen genauer definiert. Was die öffentlichen Einrichtungen betrifft, stehen etwa zur Debatte: Kinos, ein Mehrzwecksaal, eine Halle, Treffpunkte für Vereine, eine Kinderkrippe und – wie erwähnt – das Kunsthaus Zug. Anschliessend will der Kanton einen Studienauftrag erteilen, der weitere Aufschlüsse geben soll, wie der mittlere Teil des Areals zwischen dem Personalhochhaus und dem Südflügel des ehemaligen Kantonsspitals bestmöglich zu konzipieren ist.

Bebauungsplan bis Ende 2012
Das geschilderte Vorgehen ist ganz im Sinne der Stadt Zug, wie Bauchefin Andrea Sidler Weiss bekräftigt: «Für uns ist es wichtig, dass wir die Bebauungsplanung auf einer soliden Grundlage des Kantons aufbauen können.» Wenn der Wettbewerb wie geplant bis Ende 2011 abgeschlossen sein wird, dürfte der Bebauungsplan Ende 2012 vorliegen.

pd/zim