Mega-Staus: Jetzt regelt der Verkehrsdienst

Der Autobahnanschluss Cham ist wegen Bauarbeiten gesperrt. Das sorgt im Dorf und auf der Autobahn A4 täglich für Chaos auf den Strassen. Kurzfristig will der Kanton Abhilfe schaffen.

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Beim Raben- und Bärenkreisel in Cham kommt nun ein Verkehrsdienst zum Einsatz (Bild: Archiv Stefan Kaiser / Neue ZZ)

Beim Raben- und Bärenkreisel in Cham kommt nun ein Verkehrsdienst zum Einsatz (Bild: Archiv Stefan Kaiser / Neue ZZ)

Noch während zwei Wochen müssen sich die Autofahrer in und rund um Cham sowie auf der Autobahn A4 gedulden. Ursache für die Mega-Staus ist die momentane Schliessung des Autobahnanschlusses Cham – im Rahmen des Sechsspurausbaus der A4. Zweifellos ist Cham eine stauerprobte Stadt – schleppen sich zu Spitzenzeiten bekanntlich täglich bis zu 20'000 Fahrzeuge durch die Gemeinde. Doch was sich derzeit wieder jeden Tag an Blechlawinen durch das Dorf wälzt, sprengt den Rahmen.

Verkehrsdienst als einzige Massnahme

Das ist auch am Kanton Zug nicht spurlos vorbeigegangen. Deshalb sind Baudirektor Heinz Tännler und der Chamer Gemeinderat Markus Baumann am Donnerstag beim Bundesamt für Strassen Astra vorstellig geworden. Die einzige Massnahme, die sich kurzfristig realisieren lässt, ist der Einsatz eines Verkehrsdienstes beim Bären- und beim Rabenkreisel, wie die Baudirektion schreibt. Sie werden ab kommendem Montag zum Einsatz kommen. Die Kosten übernimmt das Astra. Zudem stellt der Bund in Aussicht, die Arbeiten zu intensivieren. Das Ziel: Der Anschluss soll 1-2 Tage früher als geplant wieder geöffnet werden können. Mehr sei nicht möglich, weil die Bauarbeiten schon heute von 6-20 Uhr von Montag bis Samstag voll ausgelastet seien.

Keine Nachtarbeit, keine Provisorien

Die Auf- und Abfahren in den morgendlichen Spitzenstunden könnten laut Baudirektion nicht geöffnet werden, weil die unterste Schichten 30cm unter dem Deckbelag liegt. Auch temporäre Rampen kommen nicht in Frage: Sie wären zu teuer und in kurzer Zeit nicht realisierbar. Zudem würde die Belagsqualität leiden. Dass die Bauarbeiter in der Nacht schuften, kommt wegen vertraglichen und lärmtechnischen Gründen nicht in Frage.

Früher fertig

Das Bundesamt für Strassen liess am Donnerstag auch durchsickern, dass der Sechsspurausbau dank der Bauintensität ein halbes Jahr früher als vorgesehen fertig wird. Die Baustelle ist laut Astra demnach am 30. Juni Geschichte sein.

rem