Mehr Zuger sollen mit dem Velo ins Büro fahren

Der Regierungsrat hat sich zum Ziel gesetzt, ein Mobilitätskonzept zu erarbeiten. Zwei Kantonsräte haben diesbezüglich einen Vorstoss eingereicht und fragen nach Verbesserungen für den Veloverkehr.

Laura Sibold
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Dem Veloverkehr kommt beim Mobilitätskonzept, welches der Regierungsrat im aktuellen Jahr erarbeitet, eine besondere Rolle zu: Davon sind die beiden Baarer Kantonsräte Ivo Egger (ALG) und Zari Dzaferi (SP) überzeugt. Aus diesem Grund haben sie am 21. Juni die Interpellation «hinsichtlich der Förderung des Veloverkehrs für Arbeits- und Schulwege» eingereicht. «Mehr Menschen sollten animiert werden, das Velo für den Arbeitsweg zu nutzen. Zum einen gilt es, die Veloinfrastruktur zu verbessern, zum anderen können auch Arbeitgeber viel dafür tun, dass ihre Mitarbeiter das Velo für den Arbeitsweg nutzen», schreiben die Kantonsräte.

In der Interpellation stellen Dzaferi und Egger unter anderem die Frage, welche Verbesserungen für den Veloverkehr mit schon beschlossenen Strassenbauprojekten geplant sind und wann diese umgesetzt werden. Zudem fragen sie nach dem konkreten Stellenwert, den das Velo im zukünftigen Mobilitätskonzept für das Zurücklegen von Arbeitswegen erhalten soll. Weiter verlangen die Kantonsräte nach einer Auflistung der Unfallzahlen von Velofahrern in den letzten Jahren und möchten wissen, wie Schwachstellen im Velonetz eruiert werden. Dzaferi und Egger erkundigen sich auch, wie der Regierungsrat Schwachstellen im Velonetz, die dem Pendeln mit dem Velo entgegenstehen, beseitigen will.

Weniger Krankheiten und tiefere Kosten

Der Regierungsrat wird mit dem Vorstoss ebenfalls um die Auskunft gebeten, wie man velofreundliche Betriebe respektive die Velonutzung seitens Arbeitnehmern fördern wolle. Denn die Vorteile für die Betriebe und die öffentliche Hand seien offensichtlich. «Wer täglich mit dem Velo zur Arbeit fährt, beugt Krankheiten vor, deren häufige Ursache Bewegungsmangel ist. Dies ist für den Betrieb von besonderem Interesse, denn aktive Mitarbeiter sind seltener krank.

Hinzu kommt, dass ein Engagement fürs Velo wenig kostet», heisst es im Vorstoss. Zudem habe das Schweizer Stimmvolk im September 2018 den Bundesbeschluss über die Velowege sowie die Fuss- und Wanderwege angenommen und der Regierungsrat in seinen Legislaturzielen 2019 bis 2026 den Aufbau des Programms «Stadtlandschaft = Velolandschaft» vorgesehen. «Der Zuger Regierungsrat fühlt sich somit der Förderung des Velos ebenfalls bereits verpflichtet», schreiben Dzaferi und Egger.