Mehrere Dutzend Menschen demonstrieren wegen Australien-Bränden vor Glencore-Hauptsitz

Am Sonntagabend sind nach einem Trauerzug vom Bahnhof Zug zum Hauptsitz von Glencore in Baar rund 60 Menschen zu einer Mahnwache zusammengekommen. 

Hören
Drucken
Teilen
Rund 60 Aktivisten demonstrierten am Sonntag vor dem Hauptsitz von Glencore in Baar mit einem Trauerzug und einer Mahnwache fürdie Brandopfer von Australien.
7 Bilder
Rund 60 Aktivisten demonstrierten am Sonntag vor dem Hauptsitz von Glencore in Baar mit einem Trauerzug und einer Mahnwache fürdie Brandopfer von Australien.
Rund 60 Aktivisten demonstrierten am Sonntag vor dem Hauptsitz von Glencore in Baar mit einem Trauerzug und einer Mahnwache fürdie Brandopfer von Australien.
Rund 60 Aktivisten demonstrierten am Sonntag vor dem Hauptsitz von Glencore in Baar mit einem Trauerzug und einer Mahnwache fürdie Brandopfer von Australien.

Rund 60 Aktivisten demonstrierten am Sonntag vor dem Hauptsitz von Glencore in Baar mit einem Trauerzug und einer Mahnwache fürdie Brandopfer von Australien.

Bild: Urs Flüeler, KEYSTONE

(sre) Kurz nach 18 Uhr hat sich der Trauerzug vom Bahnhofplatz Zug zum Glencore Hauptsitz aufgemacht. Organisiert wurde er von Mitgliedern der Organisation «Fossil Free Switzerland». Ihr Ziel: Glencore soll sich öffentlich zur Einhaltung der Pariser Klimaziele bekennen und sich zu einem verbindlichen Ausstieg aus dem Kohlegeschäft verpflichten. Hintergrund sind die verheerenden Buschbrände, die momentan in ganz Australien wüten und für internationales Aufsehen sorgen. 27 Menschen und über eine Milliarde Tiere sind den Feuern schon zum Opfer gefallen.

Der Zuger Rohstoffkonzern Glencore sei mit seiner Kohleförderung in Australien ein bedeutender Mitverursacher der Klimakatastrophe, schreiben die Organisatoren in einer Mitteilung. Glencore habe in den letzten Jahren sein klimaschädigendes Geschäft weiter ausgebaut und mit einer PR-Kampagne Einfluss auf die australische Politik und Öffentlichkeit genommen, um Klimaschutzmassnahmen zu verhindern.

Zudem sei Glencores Absichtserklärung vom vergangenen Februar, die Kohleförderung weltweit auf 150 Millionen Tonnen pro Jahr zu beschränken, heuchlerisch, da der Preis für Kohle  derzeit so tief sei, dass sich eine Ausweitung der Förderung im Moment gar nicht lohnen würde. Vielmehr müsse Glencore seine jetzigen Pläne stoppen und seine ganze Kohleförderung innert wenigen Jahren einstellen und für verursachte Schäden an Mensch und Natur finanziell aufkommen.

Die Brände in Australien würden zeigen, so die Organisatoren, wie verheerend sich die Erderwärmung bereits bei durchschnittlich einem Grad auswirken. Das Land werde aufgrund von Hitzewellen und langanhaltender Trockenheit immer verwundbarer.

Laut den Organisatoren des Trauerzuges brauche es deshalb die Ausrufung eines weltweiten Klimanotstandes und einschneidende Massnahmen, um den Treibhausgasausstoss rasch auf netto Null zu reduzieren.