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MEHRWERTSTEUER: Verwirrung um Stromrechnung der WWZ

Seit Anfang Jahr gilt in der Schweiz neu der Mehrwertsteuersatz von 7,7 statt 8 Prozent. WWZ-Kunden haben auf ihrer Stromrechnung Ende Januar noch den alten Satz vorgefunden. Alles korrekt, teilt das Energieunternehmen mit.
Heute bekommt ein Zuger Haushalt standardmässig Wasserstrom. Das Bild zeigt einen Kontrollgang im Unterwerk Zug der WWZ. (Bild: Stefan Kaiser / Neue ZZ)

Heute bekommt ein Zuger Haushalt standardmässig Wasserstrom. Das Bild zeigt einen Kontrollgang im Unterwerk Zug der WWZ. (Bild: Stefan Kaiser / Neue ZZ)

Ende September des letzten Jahres scheiterte bekanntlich die Vorlage Altersvorsorge 2020 an der Urne. Ein Aspekt, der dabei zeitweise unterging: Als Folge der gescheiterten Vorlage sank der Mehrwertsteuersatz in der Schweiz per 1. Januar 2018 von 8 auf neu 7,7 Prozent – der Satz, der schon vor 2011 galt. Damit wurde die Steuer erstmals seit ihrer Einführung 1994 gesenkt. Der Grund dafür war das Auslaufen der IV-Zusatzfinanzierung.

Für die Sanierung der Invalidenversicherung hatten Volk und Stände 2009 nämlich während sieben Jahren 0,4 Prozent zusätzliche Mehrwertsteuer bewilligt. Der Satz ist jetzt allerdings nicht um die vollen 0,4 Prozent gesunken, weil das Schweizer Stimmvolk ab diesem Jahr bereits 0,1 Prozent der Bahninfrastruktur zugesprochen hat.

Ende Januar nun haben Kunden der WWZ eine Rechnung für das Winterhalbjahr 2017/18 erhalten, auf der noch der Mehrwertsteuersatz von 8 Prozent ersichtlich ist. Warum? Gibt es bei den WWZ Verzögerungen, was die Anpassung des Satzes betrifft? Sprecher Robert Watts verneint: «Bei der Stromrechnung vom Januar handelt es sich um eine Akontorechnung für das zurückliegende Quartal, also Oktober, November, Dezember 2017. Daher der ausgewiesene Satz von 8 Prozent.» Und bis zum 31. Dezember 2017 erbrachte Leistungen würden ja dem bisherigen Mehrwertsteuersatz unterliegen.

Vereinzelte Anfragen von Kunden

Nach Erhalt der Januar-Elektrizitätsrechnung Ende des letzten Monats hätten sich «vereinzelt» Kundinnen und Kunden bei den WWZ nach der Anpassung des Mehrwertsteuersatzes erkundigt, sagt Watts weiter.

Zur Erklärung muss man das Rechnungssystem der Wasserwerke Zug kennen. Watts: «Die WWZ stellen viermal jährlich eine Stromrechnung: Im Januar und Juli eine Akontorechnung für das jeweils zurückliegende Quartal. Im April und Oktober dann die definitive Rechnung – basierend auf der halbjährlichen Zählerablesung Ende März beziehungsweise Ende September. Von dieser wird die Akontorechnung abgezogen.» Konkret: Die WWZ-Kunden erhalten im Anschluss an die Zählerablesung vom Frühling 2018 die saisonale Teilrechnung mit dem neuen Mehrwertsteuersatz, von der die Akontorechnung vom Januar mit dem alten Satz abgezogen wird.

Angesprochen auf allfällige Schwierigkeiten bei der Umstellung auf den tieferen Steuersatz, winkt WWZ-Sprecher Watts ab. Auch die Aufwände seien überschaubar: Die Senkung der Mehrwertsteuer habe einzig «gewisse systemische Anpassungen und interne, organisatorische Aufwände zur Folge» gehabt. «Ähnlich wie schon 2011, als die Mehrwertsteuer erhöht worden war.»

Livio Brandenberg

livio.brandenberg@zugerzeitung.ch

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