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Mein Lieblingsgegenstand: Der iPod als bestes Geschenk an mich

Die Autorin hat mit ihrem iPod schon einiges erlebt – gut, hat die kleine Musikbox auch einen Namen.
Andrea Muff
Ein paar Klassiker hat die Musikbibliothek des iPods von Andrea Muff schon zu bieten. (Bild: Maria Schmid, Zug, 18. Juli 2019)

Ein paar Klassiker hat die Musikbibliothek des iPods von Andrea Muff schon zu bieten. (Bild: Maria Schmid, Zug, 18. Juli 2019)

Musik – am liebsten immer und überall: Genau an diesem Punkt kommt mein Lieblingsgegenstand zum Zug. Der iPod. Eine wie ich finde grandiose Erfindung, denn mit dem handlichen Gerät habe ich meine gesamte Musikbibliothek immer dabei. Natürlich hat das Smartphone diese Funktion schon lange übernommen – auch bei mir. Gewehrt habe ich mich aber genauso lange gegen diesen Schritt. Denn an meinem iPod Classic hängen Erinnerungen: Jede Delle und jeder Kratzer erzählt eine Geschichte.

Doch zuerst erzähle ich die Geschichte, wie mein iPod zu seinem Namen kam – ja, er hat tatsächlich einen. Er war mein Weihnachtsgeschenk an mich selber. Und das kam so: Ich wohnte damals in Bern in einer WG. Im Fernsehen lief gerade ein Film über ein schwarzes Pferd oder mit einem schwarzen Pferd – was weiss ich. Auf jeden Fall hatte ich meinen Laptop auf dem Schoss und wollte mir den langersehnten Wunsch eines iPods erfüllen. Die Auswahl zwischen silbern und schwarz war schnell entschieden. Schwarz sollte er sein. Und da ich ihn während der Weihnachtszeit bestellte, durfte ich ihn kostenlos gravieren lassen. Für meine WG-Gspändli und mich war schnell klar, nur ein Name kommt in Frage. Und nun prangt auf dem Rücken meines iPod Classics die Aufschrift: «Der schwarze Hengst». Was mir schon einige fragende Blicke einbrachte. Darum – und natürlich auch zu seinem Schutz – hat er schnell eine Gummihülle erhalten, welche sich inzwischen aber langsam auflöst.

Von nun an ist er ein Senior

Doch nicht nur das Äussere ist bei diesem musikalischen Wundergerät eine Geschichte wert. Mit 80 Gigabyte hatte der Kleine damals nämlich doppelt so viel Speicherplatz wie mein iBook G4 (Vorläufer der MacBooks). Wahnsinn! Die kleine Festplatte wartete also nur noch darauf, mit Musik gefüllt zu werden. Ein WG-Gspändli sprach oft von seiner riesigen iTunes-Bibliothek. Für mich ein Fundus, den ich gerne in Anspruch nahm – wer schiebt schon gerne CD um CD in den Laptop und digitalisiert die Alben, wenn das bereits einer gemacht hat. Man muss dann aber in Kauf nehmen, dass einem plötzlich beim gemütlichen Musikhören im Zug die Prinzen «Deutschland» in die Ohren schreien (mein Mitbewohner ist Deutscher) oder David Hasselhoff singend die Freiheit sucht (ein schlechter Witz vom gleichen Mitbewohner). Doch noch heute – während des Schreibens dieses Textes läuft die Musikbibliothek auf «zufällig» – zaubern gewisse Lieder ein Lächeln in mein Gesicht. Zu guter Letzt noch ein Detail: Mein iPhone heisst «Fury» – ja, wie das Pferd in der gleichnamigen Fernsehserie – und es ersetzt meinen iPod. Denn dieser geht in seinen wohlverdienten Ruhestand.


In der Sommerserie der «Zuger Zeitung» stellen die Redaktorinnen und Redaktoren ihre Lieblingsgegenstände vor.

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