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Interview

Roland Schwegler, neuer Trainer des SC Cham: «Meine Frau und mein Sohn freuen sich besonders»

Roland Schwegler (37) wird ab der kommenden Saison das Erbe von Jörg Portmann als Trainer des SC Cham antreten. Für die Stelle hat er sich gleich selber gemeldet.
Raphael Biermayr
Roland Schwegler

Roland Schwegler

Der frühere Profispieler Roland Schwegler (GC, Luzern, Vaduz) ist die letzten fünf Jahre für den FC Linth aus dem Kanton Glarus verantwortlich gewesen und führte diesen 2018 in die 1. Liga. Er wohnt mit seiner Frau und seinem Sohn seit zwölf Jahren in Hünenberg und ist berät beruflich Unternehmen in Sachen Versicherungen. Der 37-Jährige schreibt darüber hinaus für unsere Zeitung gelegentlich Kolumnen über den FC Luzern.

Welchen Anteil an Ihrem Engagement in Cham hat die kürzere Fahrt zum Training?

Es ist natürlich schon schön, 5 Minuten statt 50 Minuten pro Weg zu haben. Meine Frau und mein zwölfjähriger Sohn freuen sich besonders. Aber den Ausschlag gab die Chance, bei einem gut geführten Verein einen Schritt nach vorn zu machen.

Stimmt es, dass Sie sich bei Sportchef Marcel Werder wegen der Trainerstelle meldeten?

Das stimmt. Die Verantwortlichen wollten mich anrufen, hatten aber anscheinend meine Nummer nicht herausgefunden. So kam ich ihnen zuvor, nachdem ich gelesen hatte, dass Udo (Jörg Portmann, Anm. d. Red.) nach der Saison zurücktreten wird.

Der SC Cham würde wegen der hohen Anforderungen seitens der Liga kaum je aufsteigen dürfen oder wollen. Was reizt Sie an dieser Aufgabe?

Den ersten Platz kann man trotzdem ins Auge fassen – was dann passieren würde, müsste der Verein entscheiden. Unser Ziel ist es jedenfalls, die Nummer drei der Zentralschweiz zu bleiben. Junge Spieler, die es nicht auf Anhieb in die Challenge League schaffen, sollen sich nach wie vor in Cham in der Promotion League weiterentwickeln können.

Streben Sie auch als Trainer eine Profikarriere an?

Das ist momentan kein Thema. Mir gefällt es so, wie es ist. Ich arbeite zu hundert Prozent, und dank des Verständnisses meiner Familie kann ich den Fussball als Hobby auf hohem Niveau pflegen.

Fiel Ihnen die Umstellung auf den Amateurbetrieb leicht?

Ich denke schon. Im Gegensatz zum Profifussball sind die Mannschaften heterogen zusammengesetzt, es gibt zum Beispiel Studenten und Leute vom Bau in einem Team. Die Herausforderung liegt darin, unter dieser Voraussetzung Erfolg zu haben. Das ist mir, glaube ich, ganz gut gelungen, auch auf der menschlichen Ebene, wie die Reaktionen nach Bekanntwerden meines Wechsels zeigten.

Wie sahen die denn aus?

Es gab zum Beispiel Spieler, die schrieben, dass sie mir überall hin folgen würden.

Auch nach Cham?

(lacht)

Die Fahrt zum Training wäre für sie natürlich weit ... Ich würde dem einen oder anderen den Sprung in die Challenge League durchaus zutrauen. Aber das Ziel ist, den aktuellen Chamer Kader so gut wie möglich zusammenzuhalten.

Kennen Sie einen Spieler?

Aus Testspielen mit Linth und vom Videostudium in den letzten Tagen, aber noch nicht persönlich.

Sie wurden als Spieler in den Jahren 2001 und 2003 Meister mit den Grasshoppers, die nun dem Abstieg aus der Super League entgegentaumeln. Berührt Sie das?

Ja. Es ist schade, wenn der Klub, bei dem man gross geworden ist, absteigen wird. Und das wird GC nach meiner Einschätzung. Ob es mit dem sofortigen Wiederaufstieg klappen würde, wagte ich zu bezweifeln. Denn der jetzige Kader würde auch dafür nicht genügen.

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