MENZINGEN: Bundesrat Etter ist wieder «zu Hause»

Seit einigen Tagen ruhen die sterblichen Überreste von CVP-Bundesrat Philipp Etter und seiner Frau Maria Etter-Hegglin im Schatten der Menzinger Pfarrkirche. Damit geht Etters Wunsch in Erfüllung.

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Die Familie von Philipp Etter versammelt sich an seinem neuen Grab. (Bild Christof Borner-Keller/Neue ZZ)

Die Familie von Philipp Etter versammelt sich an seinem neuen Grab. (Bild Christof Borner-Keller/Neue ZZ)

Der Magistrat, 1934 in die Landesregierung gewählt und bis Ende 1959 im Amt, hatte immer gewünscht, in seiner Heimat bestattet zu werden. Als die Frau von Philipp Etter 1972 starb, wurde sie auf dem Bremgarten-Friedhof in Bern beerdigt, 1977 folgte Etter ihr im Tode nach. Gut 30 Jahre später stimmte der Menzinger Gemeinderat auf Wunsch der Familie Etter der Beisetzung des Ehepaars im Heimatdorf zu. Die letzte Ruhestätte befindet sich jetzt bei den Familiengräbern nahe beim Chor der katholischen Pfarrkirche.

Vom Redaktor zum Bundesrat
Bundesrat Philipp Etter war am 21. Dezember 1891 in Menzingen geboren worden. Der ehemalige Klosterschüler von Einsiedeln wurde Redaktor der «Zuger Nachrichten», kam in den Zuger Regierungsrat, in den Ständerat und in den Bundesrat. Mehr als 25 Jahre lang war er Innenminister, viermal war er Bundespräsident und lehnte es ab, dieses Amt ein fünftes Mal zu bekleiden. Er gilt als Vater der AHV, welche auf Anfang 1948 eingeführt wurde.

Kari Etter/Neue ZZ