Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

MENZINGEN: Dem «Bergspiegel» bleibt so ziemlich nichts verborgen

Die Guggenmusig Menzikus verzückt das Dorf mit humorvoller Unterhaltung. Dabei nehmen die Mitglieder kein Blatt vor den Mund.
Unter dem Motto «Die vier Jahreszeiten» deckt der «Bergspiegel» vieles auf. (Bild: Maria Schmid / Neue ZZ)

Unter dem Motto «Die vier Jahreszeiten» deckt der «Bergspiegel» vieles auf. (Bild: Maria Schmid / Neue ZZ)

Schadenfreude ist bekanntlich die schönste Freude. So verwundert es nicht, dass am Donnerstagabend in der voll besetzten Schützenmatt in Menzingen herzhaft gelacht wurde, als vier Büttenredner den bereits 44. «Bergspiegel» verlasen. Unter dem Motto «Die vier Jahreszeiten» deckten die «Blume» (Claudia Winet), der «Alpöhi» (Mäsi Hegglin), die «Vogelscheuchi» (Reto Christen) und «Karl Otto Tropf» (Thomas Igor Etter) schonungslos auf, wie einige Dorfbewohner ins Fettnäpfchen getreten waren.

Schneeschleuder falsch «gefüttert»

So etwa Res Christen, der am Bankomat Geld beziehen wollte, aber keines erhielt, weil er die neue statt die alte Karte zerschnitten hatte. Oder die Frau eines Feuerwehrmannes, die für acht Personen eine Tischreservation vornahm, die falsche Telefonnummer wählte und mit Adelboden statt mit dem «Herreboden» verbunden wurde, wo das Mittagessen pro Person 90 Franken kostet.

Für Gelächter sorgte auch Daniel Elsener, der seine Schneeschleuder nicht in Gang brachte, weil er aus Versehen Scheibenwischwasser anstelle von Benzin in den Tank gegossen hatte. Für lang anhaltende Lachsalven sorgte die Geschichte von Marc Staub, der das Auto eines Kollegen aus dem Parkhaus bei der Zuger Polizei abholen sollte. Weil er erst einen Tag später zum Parkhaus ging, hätte er 68 Franken berappen sollen. Doch Marc Staub wusste sich zu helfen. Zwei Kollegen und er mieteten beim Zuger Veloverleih drei Vehikel, und der «Bergspiegel» verrät: «Z dritte höch mit gnüegend Gwicht stönd sie vor dere Barriere ond tatsächlich – diä Idee tued tipptopp funktioniere. D Barriere goht ufe. Dank de neue Parkcharte wott de Automat nur 50 Rappe.»

Für Heiterkeit sorgte Karl Otto Tropf, als er den Unterschied zwischen einem Kantonsrat und einem Fasnächtler wie folgt erklärte: «Ein Fasnächtler weiss schon am Abend, dass er am Morgen nichts mehr weiss.»

Erlebnis auf katholischer Schifffahrt

Viel Gelächter entfachte auch das Appenzeller Comedy-Duo Messer und Gabel. Mit umwerfender Mimik und Gestik erzählten die beiden Komiker von ihren Erlebnissen auf einer Kreuzfahrt, die sie des Namens wegen als katholische Schifffahrt bezeichneten. Mit ohrenbetäubenden Auftritten der Guggenmusig Menzikus und der musikalischen Unterhaltung des Duos Sonnenklar aus Österreich wurde dann schliesslich noch bis in den frühen Morgen hinein tüchtig gefeiert.

Martin Mühlebach

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.