MENZINGEN: Der Bund schickt Flüchtlinge auf den Gubel

Menschen aus Somalia, Eritrea, Irak und Sri Lanka werden bald im Kanton Zug eine sichere Unterkunft finden – vorübergehend.

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In diesen Militärbaracken sollen die Asylsuchenden untergebracht werden. (Bild Werner Schelbert/Neue ZZ)

In diesen Militärbaracken sollen die Asylsuchenden untergebracht werden. (Bild Werner Schelbert/Neue ZZ)

Am Mittwochabend hat die Menzinger Gemeindepräsidentin Margrit Hegglin von diesen Plänen des Bundes erfahren: «Ich habe nicht gerade einen Freudensprung gemacht, sondern war enttäuscht, dass wir nicht früher informiert oder direkt angefragt worden sind.» Für die Gemeinde gebe es jetzt noch offene Fragen. Diese würden in der kommenden Woche in Zug mit den Vertretern von Kanton und Bund besprochen. Auf die Frage, was dies für Menzingen bedeutet, wollte sich Hegglin nicht äussern, bevor sie näher informiert ist.

«Menzingen hat nämlich bereits heute schon überproportional viele Asylsuchende aufgenommen», sagt die Gemeindepräsidentin. Neu sei ein dritter Standort dazugekommen. Derzeit wohnen 25 Asylsuchende im Dorf, 12 weitere würden noch kommen – und dies auf 4300 Einwohner. Hegglin stört es sehr, dass bei der Verteilung der Asylsuchenden innerhalb des Kantons nicht alle Gemeinden gleich behandelt werden.

Keine Kosten für Zug
«Als der Kanton Zug angefragt worden ist, war der Standort Gubel bereits bestimmt», sagt Manuela Weichelt-Picard, Direktorin des Innern. Die Regierung habe diese Frage gar nicht diskutieren können, denn es handle sich beim Gubel um eine Bundesunterkunft des Eidgenössischen Departements für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport. «Der Bund organisiert Unterkunft und Betreuung selber – und bezahlt auch alles. Es entstehen keinerlei Kosten für unseren Kanton», so Weichelt.

Monika Wegmann

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Freitag in der Neuen Zuger Zeitung.