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MENZINGEN: Doktorspiele würzen «s goldige Hochziit»

Der «Bergspiegel» feiert das 50-Jahr-Jubiläum der Guggenmusig Menzikus. Zu den Gratulanten gehören auch Kaiser Franz von Österreich und ein Stargast.
Verzückte das Publikum mit Ausschnitten aus seinem neuen Programm: Fabian Unteregger. Bild: Maria Schmid (Menzingen, 23. Februar 2017)

Verzückte das Publikum mit Ausschnitten aus seinem neuen Programm: Fabian Unteregger. Bild: Maria Schmid (Menzingen, 23. Februar 2017)

Der Schützenmattsaal in Menzingen war am Abend des Schmutzigen Donnerstags bis auf den letzten Platz besetzt, als Kaiser Franz von Österreich (Stefan Staub) vor der prächtigen Kulisse eines Altarraums die Trauung von Toni Trump (Mäsi Hegglin) und Helga Clinton (Claudia Schatt) vollzog. Als der Kaiser fragte, worauf sie sich am meisten freuten, sang Trump «Ech wott Sex», und Clinton trällerte «Küssen verboten».

Es war der Start zu einer mit Witz und Humor gespickten Veranstaltung, die allerlei Unzulänglichkeiten aufdeckte. Die Putzfrau (Reto Christen) fand unter dem auf der Bühne platzierten Doppelbett mehrere Notizen, die sie dem Publikum genüsslich vorlas. Es war zu vernehmen, dass Ivo Staub seine Ferien auf Kuba just während der neuntägigen Staatstrauer wegen des Todes von Fidel Castro verbrachte. Der ganze Saal brach in hämisches Gelächter aus, als die Putzfrau resümierte: «Die ganz Ziit gits kä Alkohol, kä Musig und niemer tuet singe, und ohni Rum und Rhythmus duet au keini s’Füdli schwinge.»

Von vielen Fingern und Uber-Taxis

Toni Trump orakelte, dass die Menzinger Gemeinderätin Barbara Beck wohl 50 Finger an ihrer Hand habe, denn nur so sei zu erklären, warum sie anlässlich eines vom Bund geplanten Asylzentrums im Bernischen erklärte: «Mir händ bi üs i de letschte zwei Johr fascht kei Vorfäll gha.» Dass die Polizei in Menzingen über 50 Vorfälle protokollierte, veranlasste Trump zur Frage: «Barbara, wie vieli Finger hesch du an diene Händ?», ehe er verschmitzt lächelnd nachschob: «Ich glaube, Nägel schniide und laggiere nimmt bi dir keis Änd.»

Bruno Waldvogel (Roger Hartmann) unterhielt das Publikum nebst Passagen aus dem goldfarbigen «Bergspiegel» mit träfen Witzen. Unter anderem lüftete er das Geheimnis, warum verheiratete Männer dicker sind als ledige. «Wenn Ledige nach Hause kommen, schauen sie in den Kühlschrank und stellen fest, dass nichts Gutes drin ist, und gehen schlafen. Verheiratete gehen zuerst ins Schlafzimmer, und wenn sie feststellen, dass nichts Gutes drin ist, gehen sie zum prall gefüllten Kühlschrank.»

Für lang anhaltendes Gelächter sorgte die Geschichte von Kevin Schöpfer, Dani Elsener und Luc Staub, die sich von einem Uber-Taxi von Zug nach Menzingen chauffieren liessen. Nachdem Schöpfer ausgestiegen war, fuhr der Taxifahrer noch die beiden anderen nach Hause. Obwohl der Fahrer kein Geld wollte, gaben sie ihm 40 Franken. Als sie am anderen Tag Kevin Schöpfer freudig mitteilten, dass sie nur 40 Franken bezahlt hätten, meinte dieser: «Ihr seid Deppen. Mir wurden 23 Franken von meiner Kreditkarte abgebucht, als ich den Fahrer per App bestellt habe.»

Stargast brilliert mit seinen Witzen

Der Comedian Fabian Unteregger verzückte das Publikum mit Ausschnitten aus seinem neuen Programm «Doktorspiele». In unnachahmlicher Art und Weise machte er Witze über sich selbst, ehe er die Schweizer Prominenz stimmgerecht parodierte. Roger Köppel, der mit einer Verletzung am rechten Fuss die Sprechstunde besuchte, meinte: «Das Problem liegt links.» Magdalena Martullo-Blocher («Wenn sie auftritt, schlagen in Zürich die Seismografen aus» – Zitat Unteregger) bekam ebenso ihr Fett ab wie Kliby und Caro­line, Moritz Leuenberger und ­viele andere. Am meisten Lacher gab es zur Aussage über Bundesrat Schneider-Ammann. «Was er erzählt, kann nicht vom Kopf kommen», witzelte der Comedian.

Der Event endete mit kakofonischen Klängen der Guggenmusig Menzikus. Danach wurde bis in die frühen Morgenstunden getanzt und weitergefeiert. Sehr zur Freude von OK-Präsident Mäsi Hegglin, der zufrieden festhielt: «Ich danke allen Helferinnen und Helfern, die zum guten Gelingen des Events viel Freizeit geopfert haben.»

Martin Mühlebach

redaktion@zugerzeitung.ch

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