MENZINGEN: Dorf schafft Platz für Urnengräber

Die Gemeinde lässt den oberen Teil des ­Friedhofs bei der St.-Johannes-Kirche umfassend sanieren. Eine Aufgabe für eine Spezial­firma.

Marco Morosoli
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Diese Gräber auf dem Menzinger Friedhof werden im Zuge der Sanierung bald aufgehoben. (Bild: Stefan Kaiser / Neue ZZ)

Diese Gräber auf dem Menzinger Friedhof werden im Zuge der Sanierung bald aufgehoben. (Bild: Stefan Kaiser / Neue ZZ)

Die Zahl der Urnenbestattungen steigt an. Dieser Trend ist auch im Klosterdorf Menzingen festzustellen. Doch der Platz für Urnen wird bei der katholischen Pfarrkirche im Dorfzentrum langsam knapp. Die Gemeinde hat aber schon darauf reagiert und sich bei der Budgetgemeinde im November 2011 einen Kredit für die Umgestaltung des oberen Bereichs des Friedhofes bewilligen ­lassen. Das Projekt dazu liegt noch bis am 20. März in der Gemeindekanzlei öffentlich auf. Die Arbeiten könnten frühestens im April aufgenommen werden. Voraussichtlich dauert die Sanierung des Friedhofes bis Ende Sommer.

Vorerst Platz für 74 Urnen

Die Arbeiten werden vom Altdorfer Unternehmen Tony Lindner und Partner AG ausgeführt. Die Urner Firma verfügt bei Friedhofsanierungen über jahrelange Erfahrung. Sie wurde auch bei ähnlichen Arbeiten im Friedhof St. Michael in Zug und an vielen weiteren Orten in der Schweiz und in Deutschland schon beigezogen. Die 74 geplanten Urnengräber werden in einem Bereich platziert, der bis anhin für Erdbestattungen reserviert war. Deren Grabesruhe ist zum grössten Teil abgelaufen. Bei den Sanierungsarbeiten wird allerdings nur die oberste Erdschicht aufbereitet. Die Familiengräber sind von den Umgestaltungsarbeiten nicht betroffen.

Laut dem derzeit gültigen Bestattungs- und Friedhofreglement beträgt die ­Grabesruhe mindestens zwanzig Jahre. Grabstätten, bei denen die Frist noch nicht abgelaufen ist, werden einstweilen so belassen. Die Gesamtkosten für die Friedhofsanierung betragen rund 500 000 Franken. An der Gemeindeversammlung sagte der für das Geschäft zuständige Bauvorstand Martin Kempf: «Das ist viel Geld für einen Friedhof. Aber das ist notwendig.»

Zu den anstehenden Arbeiten sagt Kempf: «Es handelt sich um eine ­heikle Arbeit. Sie wird so pietätvoll wie möglich ausgeführt.» In den Augen des Menzinger Bauvorstandes wird die Erinnerungsstätte im Klosterdorf durch die Sanierung aufgewertet.

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