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MENZINGEN: Eine turbulente Gemeindeversammlung

Der Weg für die Umnutzung des Spritzenhauses ist geebnet. Um andere Themen wurde am Mittwochabend in der Schützenmatt jedoch intensiv gerungen.
Rahel Hug
Das Spritzenhaus steht zurzeit leer – aber nicht mehr lange. (Bild: Maria Schmid (Menzingen, 21. November 2017))

Das Spritzenhaus steht zurzeit leer – aber nicht mehr lange. (Bild: Maria Schmid (Menzingen, 21. November 2017))

Rahel Hug

rahel.hug@zugerzeitung.ch

Der Menzinger Gemeinderat hat es nicht leicht. In den letzten Jahren wurde von verschiedener Seite bemängelt, seine Kommunikation sei nicht optimal. Im Budget 2018 hat die Exekutive nun Beträge für einen Begrüssungsmonitor, den punktuellen Einsatz einer Kommunikationsfachperson und die Anpassung des Erscheinungsbildes vorgesehen.

Doch die zahlreich erschienene Bevölkerung (259 Personen) versenkte gleich zu Beginn der gestrigen Gemeindeversammlung den Monitor und das Erscheinungsbild, indem sie einem entsprechenden Streichungs­antrag zustimmte. Die 20 000 Franken für die Kommunikationsfachperson bleiben im Budget – allerdings machten bei diesem Posten nur gerade mal drei Stimmen den Unterschied.

Antrag folgt auf Antrag

Der nächste Antrag liess nicht lange auf sich warten. Landwirt Thomas Staub verlangte, die 17 000 Franken für Massnahmen des Landschaftsentwicklungskonzeptes zu streichen. Hier entschied die Bevölkerung im Sinne des Gemeinderats: Der Posten wird nicht gestrichen. Weitere Anträge kamen von der SVP und betrafen die Feuerwehr. Präsident Niklaus Elsener sprach sich etwa gegen neue Kleiderschränke aus. Damit war die Versammlung jedoch nicht einverstanden: Seine Anträge wurden abgelehnt.

Diskussionen gab es auch betreffend die Umnutzung des Spritzenhauses und die dafür notwendigen Massnahmen. «Das Geld kann zukünftig besser eingesetzt werden für eine komplette Sanierung», sagte CVP-Präsident Andreas Etter und sprach sich für eine Ablehnung des Kredits von 125 000 Franken aus. Dem widersprach Thomas Magnusson, Präsident der FDP: «Mit wenig Geld kann man viel machen und dafür sorgen, dass möglichst viele Leute das Gebäude nutzen können.» Zwar gab es bei diesem Traktandum einige Gegenstimmen, doch der Gemeinderat konnte die Mehrheit mit seiner Vorlage überzeugen.

Von der Feuerwehr über das Bauprojekt zum Verkehr: Am Schluss ging es um einen Kredit für ein verkehrstechnisches Gutachten zur Einführung von Tempo 30. Hier argumentierte Frowin Betschart im Namen der CVP, wie wichtig die Einführung von Tempo 30 sei. «Der Verkehr wird ruhiger, übersichtlicher und flüssiger. Es hilft allen Menzinge-­ rinnen und Menzingern.» Es sei wichtig, dass Finstersee und Edlibach auch betrachtet würden. Die FDP empfand die Einführung von Tempo 30 hingegen als «nicht opportun» und erhielt Unterstützung seitens der SVP. Bei der Abstimmung wurde es spannend. Schlussendlich resultierte nach mehrmaligem Abstimmen ein Unentschieden. Der Gemeinderat entschied deshalb, das Thema auf die nächste Gemeindeversammlung zu verschieben. Es war bereits nach 22 Uhr, als die turbulente Versammlung ihr Ende nahm.

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