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MENZINGEN: Ende des strukturellen Defizits

Die Gemeinde Menzingen budgetiert für 2018 einen kleinen Ertragsüberschuss. Erstmals seit fünf Jahren rechnet sie nicht mit einem Minus.
Andrea Muff
Die Berggemeinde atmet in finanzieller Hinsicht auf. (Bild: Stefan Kaiser (Menzingen, 1. Juli 2015))

Die Berggemeinde atmet in finanzieller Hinsicht auf. (Bild: Stefan Kaiser (Menzingen, 1. Juli 2015))

Andrea Muff

andrea.muff@zugerzeitung.ch

Es zeigt sich ein Lichtstreifen am Finanzhorizont: Die Gemeinde Menzingen budgetiert für 2018 ein kleines Plus von rund 0,2 Millionen Franken. Dies ist seit fünf Jahren der erste prognostizierte Gewinn. «Es fühlt sich gut an, ein solches Budget zu präsentieren», gibt Isabelle Menzi (CVP), Finanzvorsteherin, zu. Die Gemeinde rechnet mit einem Ertrag von rund 24,8 Millionen Franken gegenüber einem Aufwand von rund 24,6 Millionen Franken.

Mit diesem Voranschlag lasse Menzingen auch das strukturelle Defizit hinter sich, schreibt die Gemeinde in der Medienmitteilung zum Budget 2018. «Viele Kleinigkeiten spielen uns in die Hände: Die Steuereinnahmen sowie der Anteil am Zuger Finanzausgleich (ZFA) sind gestiegen, und mit der Ablehnung des Entlastungspakets bei der Urnenabstimmung im vergangenen Jahr fällt auch der Solidaritätsbeitrag an den Kanton weg», erklärt die CVP-Gemeinderätin. Bei den Steuererträgen seien es vor allem die Einnahmen der natürlichen Personen und die der Grundstücksgewinnsteuer, die höher prognostiziert werden. «Die bessere Wirtschaftslage bekommt der ganze Kanton zu spüren», sagt die Finanzvorsteherin weiter. Denn es liege nicht etwa daran, dass Menzingen mehr Einwohner habe oder einen besonders finanzkräftigen. «Wir haben eine gute Durchmischung und stehen damit auf einer gesunden Basis.» Aufgrund der guten ­Prognose für die nächsten Jahre geht die Gemeinde davon aus, dass die Steuererträge nachhaltig bleiben.

«Weiterhin vom ZFA abhängig»

Im vergangenen Jahr rechnete Menzingen noch nicht mit diesem finanziellen Umschwung: «Jetzt ist eine Steuererhöhung vorerst vom Tisch», versichert Isabelle Menzi und fügt hinzu: «Wenn es in einem Jahr immer noch so gut aussieht, werden wir den Steuerfuss prüfen.» Dass die Berggemeinde weiterhin am Tropf des ZFA hängen wird, bezweifelt die Politikerin indes nicht: «Wir haben nicht das Potenzial, aus eigener Kraft zu wachsen, und wissen, dass wir vom ZFA abhängig bleiben werden.» Deshalb sei es auch so, dass der Gemeinderat sich «verhalten» freue über das Budget. «Wir haben lange daran gearbeitet, die Ausgaben optimiert, und waren vorsichtig mit Investitionen. Dies zahlt sich nun aus», so Isabelle Menzi. An dieser Strategie werde die Gemeinde auch weiter festhalten.

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