MENZINGEN: Erste Bewohner des Bundeszentrums treffen ein

In der Militäranlage auf dem Gubel sind am Montag die ersten Asylbewerber eingezogen. Drei Jahre lang werden im neuen Bundeszentrum in Menzingen bis zu 120 Personen untergebracht sein.

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Am 9. Mai war Tag der offenen Tür. Bescuher konnten sich anschauen, wie die Asylsuchenden untergebracht sein werden. (Bild: Werner Schelbert / Neue ZZ)

Am 9. Mai war Tag der offenen Tür. Bescuher konnten sich anschauen, wie die Asylsuchenden untergebracht sein werden. (Bild: Werner Schelbert / Neue ZZ)

Das Staatssekretariat für Migration (SEM) kann die Anlagen auf dem Übungsplatz Gubel während drei Jahren als Bundesasylunterkunft nutzen. In Menzingen wird sich die Asyl-Organisation Zürich AOZ um die Betreuung der Asylsuchenden und den Betrieb der Unterkunft kümmern, während das Unternehmen Securitas AG die Sicherheit gewährleistet.

Die AOZ organisiert mit Unterstützung des Kantons Zug zudem Beschäftigungsprogramme für die Asylsuchenden. Gemäss Asylgesetz richtet der Bund dem Kanton einen Pauschalbeitrag an die Sicherheits-kosten und Beiträge an die Durchführung von Beschäftigungsprogrammen aus.

Das Bundeszentrum in Menzingen hat eine Kapazität von 120 Betten. Wie bei den anderen Zentren des Bundes wird dem Kanton Zug die Bettenkapazität in Menzingen voll an den Verteilschlüssel angerechnet. Das bedeutet, dass die 120 Plätze vom Total abgezogen werden, die der Kanton in an Unterkünften zur Verfügung stellen muss.

Unterstützung durch Begleitgruppe

Eine Begleitgruppe mit Vertreterinnen und Vertretern der Bevölkerung, der Gemeinde, des Bundes und der für die Sicherheit und die Betreuung zuständigen Unternehmen hat ihre Arbeit aufgenommen. Sie wird den Betrieb unterstützen und gegebenenfalls das SEM auffordern, Massnahmen für ein reibungsloses Funktionieren der Unterkunft zu ergreifen.

Seit der Annahme der Revision des Asylgesetzes kann der Bund eigene Bauten während maximal drei Jahren zur Unterbringung Asylsuchender nutzen. Die Eröffnung zusätzlicher Bundeszentren soll zur Beschleunigung der Asylverfahren beitragen.

pd/cv