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MENZINGEN: Finstersee: Nur die CVP ist gegen die Schulschliessung

Die Abstimmung über die Zukunft der Schule Finstersee sorgt auch in den Ortsparteien für Diskussionen. Zwei unterstützen die Schliessungspläne des Gemeinderats.
Raphael Biermayr
Der Blick in das Schulzimmer von Finstersee, wo vier Schulstufen zusammen unterrichtet werden. (Bild: Maria Schmid (4. Mai 2016))

Der Blick in das Schulzimmer von Finstersee, wo vier Schulstufen zusammen unterrichtet werden. (Bild: Maria Schmid (4. Mai 2016))

Raphael Biermayr

raphael.biermayr@zugerzeitung.ch

Auch Menzingens Parteilandschaft ist bezüglich Schule Finstersee hin- und hergerissen. Für die SVP und die FDP ist klar, dass sie nach dem laufenden Schuljahr geschlossen werden soll (siehe Box). Die Schüler sollen im Hauptort «integriert» werden, schreibt SVP-Sektionspräsident Niklaus Elsener. «So hat man sämtliche Infrastruktur wie Schulhäuser, Sporthalle, Bibliothek und schulergänzende Betreuung in unmittelbarer Nähe, was den Kindern zugutekommt», lautet ein Teil der Begründung.

Darüber hinaus betont die Partei das Sparpotenzial: Die Sanierung des Schulhauses für den weiteren Schulbetrieb wird vom Gemeinderat mit 1,7 Millionen Franken angegeben. Den Beschluss für die Schliessung hat die SVP innerhalb des Vorstands gefasst. Der Mehrheitsentscheidung seien «intensive Diskussionen» vorangegangen.

«Entscheid ist nicht leichtfertig gefallen»

Ähnlich lässt sich die FDP Menzingen verlauten. Es war ein Beschluss des Vorstands, die Schliessung zu bejahen, schreibt der Präsident Thomas Magnusson. «Wir schätzen das Engagement der Finsterseer für die Gemeinde sehr», führt er in der Mail zur Medienmitteilung der Partei aus. «Unser Entscheid ist also nicht leichtfertig gefallen.» Die FDP sieht in der Integration ebenfalls Vorteile für die Schüler aus Finstersee, vor allem, dass jene «ihr soziales Netzwerk von Beginn weg innerhalb der gesamten Gemeinde» aufbauen könnten. Neben den Einsparungen sei zu unterstützen, dass die Schulraumplanung auf das gesamte Gemeindegebiet ausgerichtet werden soll, damit alle Schüler gleichberechtigten Zugang zu allen Angeboten hätten.

«Den Ortsteil Finstersee attraktiv erhalten»

Gegen eine Schliessung der Schule Finstersee stellt sich einzig die CVP. Die Mehrheit der Christ­demokraten hätten sich auf den Standpunkt gestellt, dass die Schülerzahlen «für die nächsten Jahre» konstant sein würden, schreibt ihr Präsident Andreas Etter. Ausserdem würden die Kosten für die Sanierung des jetzigen Schulhauses auch bei einer Schliessung anfallen, und in der Abstimmungsvorlage werde keine andere Nutzung des Gebäudes aufgezeigt. Schliesslich sei es «der CVP Menzingen ‹wert›, den Ortsteil Finstersee attraktiv zu erhalten». Die Ablehnung der Vorlage bedeute indes nicht, dass der Schulstandort «für immer und ewig» gesichert ist.

Keine Parole haben die Grünen gefasst und folgerichtig die Stimmfreigabe beschlossen. «An der Parteiversammlung wurde das Thema intensiv diskutiert, mit einer Auslegeordnung von Pro und Kontra», schreibt Marianne Aepli, Präsidentin der Ortssektion. Dabei seien keine neuen Argumente aufgetaucht. «Einige Mitglieder setzen sich aktiv für den Erhalt der Schule ein», führt sie aus. Eine interne Abstimmung oder Parolenfassung wurde jedoch «nicht als nötig erachtet».

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