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MENZINGEN: Gemeinderat möchte Tempo-30-Zonen auf Gemeindestrassen prüfen

Der Gemeinderat will einer CVP-Motion nachkommen – für Tempo-30-Zonen soll ein Gutachten erstellt werden. Nicht alle Parteien heissen die Kosten dafür gut.
Andrea Muff
Beispielsweise auf der Alten Landstrasse soll das Tempo gedrosselt werden. (Bild: Werner Schelbert (Menzingen, 27. März 2017))

Beispielsweise auf der Alten Landstrasse soll das Tempo gedrosselt werden. (Bild: Werner Schelbert (Menzingen, 27. März 2017))

Andrea Muff

andrea.muff@zugerzeitung.ch

Das Verkehrskonzept in der Gemeinde steht zur Diskussion: Der Menzinger Gemeinderat möchte die Einführung von Tempo-30-Zonen auf Gemeindestrassen fachlich prüfen. Er beantragt an der Gemeindeversammlung einen Kredit von 46 000 Franken für die Ausarbeitung eines verkehrstechnischen Gutachtens. Den Auftrag dafür hat der Gemeinderat im letzten Mai erhalten, als die Motion der CVP erheblich erklärt wurde. Der Vorstoss steht im Zusammenhang mit der anstehenden Sanierung und Aufwertung der Ortsdurchfahrt. Die Federführung hat dabei der Kanton. Laut Motion soll der Gemeinderat in verschiedenen Gebieten mit «dörflichem Charakter» eine Temporeduktion prüfen.

Das Herabsetzen der Höchstgeschwindigkeit sei nur gestützt auf ein verkehrstechnisches Gutachten möglich, schreibt der Gemeinderat in der Botschaft. Dieses soll nun durchgeführt werden. Als Massnahme zur Signalisation der Tempo-30-Zonen möchte der Gemeinderat möglichst kostengünstige und einfach umsetzbare Mittel einsetzen. Geplant ist, dass der Gemeinderat die Bevölkerung im Frühsommer 2018 über das Gutachten und das Massnahmenkonzept informieren könne. Voraussichtlich könnten dann die Massnahmen ab 2019 umgesetzt werden. Der Gemeinderat rechnet mit Gesamtkosten von 160 000 bis 230 000 Franken für die Realisierung.

Das Vorhaben der Gemeinde stösst nicht bei allen Ortsparteien auf Gegenliebe. Niklaus Elsener, Präsident der SVP Menzingen, appelliert diesbezüglich an den «gesunden Menschenverstand»: «Wir sind einstimmig gegen die geplanten Tempo-30-Zonen.» Auch die FDP Menzingen ist nicht einverstanden: «Auf den umliegenden Gemeindestrassen erachtet die FDP die Einführung von Tempo 30 als nicht opportun und die hohen Kosten, lediglich für ein Gutachten, als nicht gerechtfertigt», fasst Thomas Magnusson, Präsident, den Tenor der Parteiversammlung zusammen.

CVP ist beim Spritzenhaus anderer Meinung

Die Alternative-die Grünen unterstützt den Vorschlag des Gemeinderates. Kritisch äussert sich die Partei aber zur geplanten 30er-Zone auf der Kantonsstrasse im Dorfkern: «Diese geht zur Schulwegsicherung nicht weit genug», erklärt Marianne Aepli, Präsidentin, auf Anfrage. Die Zone müsste bis zur Villa Neudorf weit reichen. Die CVP steht ebenfalls hinter dem Vorgehen des Gemeinderats: «Dieses Gutachten ist die Basis für die Tempo-30-Zonen, welche wirtschaftlich praktikabel zur Sicherheit aller umgesetzt werden können», sagt Andreas Etter, Präsident CVP Menzingen.

Weiter auf der Traktandenliste (siehe Box) steht die Finanzierung des Spritzenhauses (Ausgabe vom 22. November 2017). Hier hat einzig die CVP die Nein-Parole gefasst. Die weiteren Vorlagen werden von den Ortsparteien unterstützt, ausser beim Budget hat die SVP Einwände.

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