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MENZINGEN: Ideen für die Schule Finstersee: Eine Gesamtschule mit Tagesstrukturen

Nachdem der Entscheid gefallen ist, die kleine Dorfschule zu erhalten, stellt sich die Frage, wie es weitergeht mit dem Schulbetrieb. Die Gruppe «Mitenand pro Schule» setzt sich ein für das Basisstufenmodell und Randzeitenbetreuung.
Cornelia Bisch
Die Schule in Finstersee mit den Schülerinnen von links Olivia Schuler und Johanna Schuler.Thema schliessung der Schule. (Bild: Werner Schelbert)

Die Schule in Finstersee mit den Schülerinnen von links Olivia Schuler und Johanna Schuler.Thema schliessung der Schule. (Bild: Werner Schelbert)

Cornelia Bisch

cornelia.bisch@zugerzeitung.ch

Die Schule im kleinen Dorf Finstersee bleibt bestehen. Mit 1332 zu 703 Stimmen ist die Vorlage zu deren Abschaffung am vierten März verworfen worden. Brigitte Blättler von der Gruppe «Mitenand pro Schule» ist erleichtert und dankbar darüber. «Es war eine sehr intensive, spannende und anstrengende Zeit», sagt die Fachangestellte Gesundheit und sechsfache Mutter. «Die Schule ist für Finstersee besonders wertvoll. Nichts schafft so schnell Kontakte und Freundschaften fürs ganze Leben wie unsere kleine Landschule.»

Man könne nun den Kindern weiterhin die Wurzeln geben, die sie bräuchten, so Blättler. Die Gruppe «Mitenand pro Schule» hat sich neben dem Erhalt auch die Weiterentwicklung des Schulbetriebs auf die Fahne geschrieben. «Es ist wichtig, eine langfristige, für Finstersee zugeschnittene Lösung zu finden, um die Schülerzahlen konstant halten zu können.» Momentan besuchen 13 Kinder die Gesamtschule. «So, wie in der ganzen Gemeinde gebaut wird, müssten sich künftig mehr Familien hier ansiedeln», vermutet Blättler. «Mit dem Erhalt der Schule wurde ein wichtiger Grundstein für Finstersee und den ganzen Lebensraum Menzingen gelegt.»

Ein dorfeigener Kindergarten

Eines der vordringlichsten Anliegen der Gruppe ist die Neuregelung des Kindergartenbetriebs. Momentan besuchen die Sechsjährigen aus Finstersee und Edlibach den Kindergarten in der Sonnhalde, was laut Blättler verkehrs- und sicherheitstechnisch keine gute Lösung darstellt. Überdies werde die teilweise für den Transport benützte Postautolinie per Ende 2018 wegen mangelnder Rentabilität eingestellt. «Unsere Kinder benötigten jeweils 40 Minuten vom Kindergarten nach Hause», erzählt Blättler. «Deshalb wäre es natürlich schön, wir hätten auch den Kindergarten im Dorf.»

Die Gruppe «Mitenand pro Schule» verfolgt nun die Idee, eine Kindergartenklasse in Finstersee einzurichten. Denkbar wäre laut Blättler die Einführung einer Basisstufe. «Das System der Basisstufe umfasst den Kindergarten sowie die erste und zweite Stufe der Primarschule. So gestaltet sich der Schulübertritt fliessender, spielerischer und kindgerechter.» Finstersee führt eine Gesamtschule von der ersten bis zur vierten Stufe. «Eine Basisstufenklasse würde gut dazu passen», ist Blättler überzeugt.

Tagesschule mit Mittags- und Randzeitenbetreuung

Auch das Modell einer gemischten Tagesschule mit einer eigenen, eventuell privaten Tagesbetreuung sei angedacht. «Ich könnte mir vorstellen, dass die Schule ein Betreuungsmodell im Sinne einer Tagesschule mit Mittagstisch und Randzeitenbetreuung anbieten könnte. Eventuell mithilfe der Familien im Dorf oder von Fachleuten, die zugezogen werden könnten.» Schritt für Schritt sollen diese Änderungen nun geplant und umgesetzt werden.

Es sind jedoch nicht nur die inneren Werte der Schule, die einer Renovation bedürfen. Auch das Schulgebäude selbst hat eine Sanierung nötig. «Wir wollen aber kein Luxusprojekt, sondern nur, was nötig ist, um das Schulhaus und seine Nebengebäude für die nächsten 20 bis 25 Jahre wieder fit zu bekommen», betont Blättler. Heute richte man Schulhäuser flexibler ein als früher. «Die Gebäulichkeiten bieten die Möglichkeiten dazu. Wir müssen sie nur nutzen.»

Für die Planung möchte die Gruppe «Mitenand pro Schule» die Dorfbevölkerung bestmöglich einbeziehen. «In Finstersee gibt es viele Gewerbebetriebe. Es wäre doch im Sinne der Nachhaltigkeit, unser eigenes Know-how zu nutzen. Das spart Zeit und Ressourcen. Auch die Zusammenarbeit mit den pädagogischen Fachkräften wurde und wird gesucht. Wir sind in ständigem Austausch miteinander.»

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