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MENZINGEN: Ihre Kunst vermittelt Hoffnung

Im Rathaus zeigt Roshi Khalilian abstrakte Malereien. Es lohnt sich, genau hinzuschauen – oft entschlüsselt sich erst dann der tiefere Sinn.
Monika Wegmann
Roshi Khalilians Werke sind derzeit im Menzinger Rathaus zu sehen. (Bild: Werner Schelbert (3. März 2018))

Roshi Khalilians Werke sind derzeit im Menzinger Rathaus zu sehen. (Bild: Werner Schelbert (3. März 2018))

Monika Wegmann

redaktion@zugerzeitung.ch

Wer den Eingangsbereich des Menzinger Rathauses derzeit betritt, stösst auf drei grossformatige Bilder mit abstrakten Motiven. Diese Werke und alle, die auch im Dachraum ausgestellt sind, stammen von der in Edlibach lebenden Künstlerin Roshi Khalilian (45). Die musikalisch umrahmte Vernissage fand letzten Samstag statt.

Den Rundgang der Journalistin begleitet Roshi Khalilian ganz in Schwarz, das durch aparten Goldschmuck aufgelockert wird. «Bei meiner Malerei liebe ich im Moment Grau, vor allem als Basis. Aber ich setze gerne goldene Zeichen ein», sagt die in Iran geborene Künstlerin mit blitzenden Augen und verweist auf das Bild «Evolution of Space within». Auf einem schlichten grauen Hintergrund prangt ein markantes goldenes Zeichen, das mit Sand und Pigmenten vermischt als Gegenpol Bewegung symbolisiert. «Dies ist immer in meinen Bildern drin», so Roshi Khalilian.

Sie verarbeitet Gold und Silber

Ganz anders wirkt gegenüber das Werk «Crossing the Borders», auf dem über einem schlichten Streifen am unteren Bildrand eine dicke, silbrig glänzende Schicht liegt. Dieser Effekt entstehe durch Glassplitter und andere Naturmaterialien, die sie unter die Acrylfarben gemischt habe, sagt die Malerin und ergänzt: «Doch Gold und Silber sind in meiner Malerei zwei wichtige Elemente. Sie hatten früher schon in der Geschichte eine sehr grosse Bedeutung, und auch ich bin von diesen Materialien fasziniert und arbeite gerne damit.»

In ihrem Œuvre gibt es auch Bilder mit leuchtenden Farben wie «A way forward», dessen Rottöne im Foyer belebend wirken. Im mittleren Teil verstärkt ein quadratisches Stück Sackleinen die Struktur der Malerei. «Rot ist die Farbe der Leidenschaft, exklusiv und sehr dominant – aber auch die Farbe des Blutes. Sie bedeutet in vielen Kulturen etwas anderes», sagt Roshi Khalilian. Sie selber habe sich hier mit der Geschichte befasst, die sie interessiere.

Ab und zu lässt sie in ihrer Kunst auch etwas von ihrer persischen Kultur durchblitzen. Sie denke auch oft über das Leben nach, wie die Titel ihrer Werke im Dachraum zeigen, wo es zum Beispiel um «Weniger ist mehr» oder «Lärm und Stille» geht. «Es gibt im Leben Probleme, aber man muss den Weg hinaus suchen, es besteht immer Hoffnung», so die Künstlerin. Meist male sie in Serien, nicht nach Plan, sondern spontan. Manchmal habe sie nachts eine Vision, die sie später realisiere, wie bei «Don’t take me for Granted», dessen kreisrundes Mittelteil die Energie symbolisiert.

Kultureller Treffpunkt

Roshi Khalilian hat im Iran Languages and Linguistics studiert und sich später künstlerisch weitergebildet. Die mit einem Schweizer verheiratete Mutter von zwei Jugendlichen lebt seit 2010 im Kanton Zug. Beruflich ist sie im Teambildungs- und Designbereich aktiv und sagt: Ich mache verschiedene Sachen. Neben dem Malen und dem Malunterricht organisiere ich in meinem Studio in Baar auch kulturelle Treffs mit Diskussionen.»

Hinweis

Die Ausstellung der Bilder von Roshi Khalilian im Rathaus Menzingen (Foyer und Dachraum) ist während der Bürozeiten geöffnet.

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