MENZINGEN: Im Dorf tut sich was

In der Berggemeinde stehen grosse Bauprojekte an – die Bevölkerung wird trotzdem kaum wachsen.

Luc Müller
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Eine der Baustellen ist die Carmel-Überbauung im Zentrum von Menzingen. (Bild: Christof Borner-Keller / Neue ZZ)

Eine der Baustellen ist die Carmel-Überbauung im Zentrum von Menzingen. (Bild: Christof Borner-Keller / Neue ZZ)

Im Oktober wird ein erster Teil der Überbauung Carmel, welche die Schwestern vom Heiligen Kreuz erstellen, bezugsbereit sein. In drei Neubauten entstehen rund 90 Wohnungen und ein Park. Im «Carmel» wird Coop voraussichtlich am 2. September seine Filiale eröffnen. «Menzingen ist eine aufstrebende Gemeinde und hat eine hohe Wohnqualität. Coop will mit der Expansion der neuen Wohnüberbauung Carmel Rechnung tragen», informiert Coop-Sprecherin Mirjam Arnold. Auch der Ausbau der Kantonsschule sei ein wichtiger Punkt für den neuen Standort gewesen.

Damit ist das zweite Grossprojekt im Klosterdorf angesprochen: Der Kanton plant den Kantistandort auszubauen. Das bisherige Kurzzeitgymnasium soll durch ein Langzeitgymnasium ergänzt werden. Bis zum Schuljahr 2020/21 wird sich die Schülerzahl von heute 185 auf 450 verdoppeln. Auch die Gemeinde Menzingen greift tief in die Tasche: Für den neuen Werk- und Ökihof werden rund acht Millionen Franken investiert. Dennoch wird die Bautätigkeit keinen Einfluss auf die Wohnbevölkerung haben: Die dürfte weiter bei rund 4900 Einwohner bleiben. Denn bei den Neubauten handelt es sich eigentlich um Ersatzbauten, die nicht mehr Bauland als vorher verbrauchen.