MENZINGEN: Jetzt führt ein Profi das Zepter

Am 1. August geht der «Gubel» wieder auf. Der neue Pächter ist ein alter Hase im Gastrogeschäft.

Luc Müller
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Begrüsst ab dem 1. August seine Gäste: Christoph Gehrig. (Bild Christian H. Hildebrand)

Begrüsst ab dem 1. August seine Gäste: Christoph Gehrig. (Bild Christian H. Hildebrand)

Der Blick ist fantastisch. Weit unten ist der Zugersee zu erkennen. Ein Velofahrer hat den letzten Anstieg hinter sich gebracht, ein paar Wanderer schauen vorbei. «Heute ist noch nicht geöffnet», erklärt Christoph Gehrig (63), «die Neueröffnung ist am 1. August.» Der neue Pächter des Restaurants Gubel, das dem Kloster Maria Hilf Gubel gehört, zeigt sich jedoch spontan und zapft den Gästen zwei Biere. «Ich will den Gubel zu einem Treffpunkt und Ausflugsziel machen», so der ausgewiesene Gastro-profi. Bis Ende 2012 war er Pächter des Restaurants Gulm in Oberägeri, das inzwischen abgerissen wurde. Zuvor baute er den «Rathauskeller» in Zug mit auf und führte in der Altstadt auch die «Fischerstube» und das Chinarestaurant Golden Dragon. «Seit 33 Jahren bin ich in der Zuger Gastronomie tätig. Nun habe ich zum Abschluss meiner gastronomischen Tätigkeit noch das Restaurant Gubel gepachtet.» Die Schwestern hätten ihn direkt kontaktiert. «Sie wussten, dass ich nach meiner Station beim Restaurant Gulm noch keine neue Stelle hatte», so Gehrig, «sie haben stark um mich geworben.» Er ist Nachfolger der Pächterinnen Maggie Odermatt und Lydia Michel, denen auf Ende Januar gekündigt wurde.

Die ganze Woche geöffnet

Der Pachtvertrag, den Gehrig mit dem Kloster abgeschlossen hat, läuft drei Jahre. «Ich bin überzeugt von dem Restaurant. Erstens ist die Lage sehr schön, zweitens ist das Umfeld mit dem Kloster sehr aussergewöhnlich und inspirierend.» Im Innenraum setzt er auf Antiquitäten, die er selber sammelt. Vor allem historische Küchen im Miniaturformat, die als Spielzeug für Kinder gedient haben, sind seine Leidenschaft.

«Das Restaurant ist an sieben Tagen offen. Das ist wichtig, denn als Ausflugsrestaurant muss man die Gäste gerade jetzt im Sommer bei schönem Wetter immer bedienen.» Geöffnet ist von Montag bis Freitag von 11 bis 22 Uhr und am Samstag und Sonntag von 10 bis 22 Uhr. Auf der neuen Aussenterrasse werden 60 Plätze entstehen. Im Innern gibt es eine Gaststube für 40 Personen und ein Säli, in dem ebenso viele Gäste speisen können.» Die Küche lasse vom Zvieriplättli bis zum kulinarischen Höhepunkt keine Wünsche offen, verspricht der neue Pächter. Auch der Weinkeller sei umwerfend. Nach Angaben von Christoph Gehrig bleiben die Gästezimmer weiterhin ungenützt. «Die Fluchtwege genügen den Anforderungen nicht mehr. Deshalb dürfen wir die Zimmer nicht öffentlich vermieten.»