MENZINGEN: Jetzt ist der Einsiedler dem Himmel noch näher

Bruder Nikodem Röösli lebt in einer Eremitage hoch oben auf dem Menzinger Gubel. Dort ist er den Menschen am nächsten.

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Bruder Nikodem Röösli auf dem Gubel. (Bild Dominik Hodel/Neue ZZ)

Bruder Nikodem Röösli auf dem Gubel. (Bild Dominik Hodel/Neue ZZ)

Am liebsten ist Bruder Nikodem Röösli allein. Dabei ist seine neue Einsiedelei gar nicht so abgelegen. Der 70-jährige Kapuziner ist seit einigen Monaten Spiritual im Kloster Maria Hilf. Vor kurzem hat er dort, auf dem Gubel, seine neu renovierte Eremitage bezogen; ein kükengelbes Haus mit grünen Fensterläden gleich neben der Klosterkirche. «Am Vormittag bin ich normalerweise nicht zu sprechen», sagt Bruder Nikodem. Der Morgen ist die Zeit des Rückzugs, der Meditation, des Gebets. Dann, am Nachmittag und abends hat er Zeit für die Anliegen aller, die seinen Rat in Anspruch nehmen. Das sind Leute von nah und fern.

Erst im Alter von 63 Jahren ist Bruder Nikodem zum Einsiedler geworden, obwohl er «die Neigung, zurückgezogen zu leben, von Kleinauf» gehabt habe. «Ich musste den Oberen aber erst beweisen, dass ich allein sein kann.» Bruder Nikodem war schon als Arbeiterseelsorger im Urnerland tätig, zuletzt lebte er während sechs Jahren als Einsiedler im Tschütschi ob Schwyz, auf 712 Metern über Meer. Der Gubel liegt rund 200 Meter höher.

Andrée Stössel

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Samstag in der Neuen Zuger Zuger Zeitung.