MENZINGEN: Klimaweg auf dem Gottschalkenberg eröffnet

Der am Mittwoch neu eröffnete Klimaweg auf dem Gottschalkenberg ist ein neuer Ansatz im Bereich Klimaschutz. Er operiert für einmal nicht mit Zahlen und Fakten, sondern spricht die Besucher über ihre Sinne und Werte an.

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Der Zuger Klimaweg ist eine befristete Installation und wird Ende 2016 wieder abgebaut. (Bild: pd)

Der Zuger Klimaweg ist eine befristete Installation und wird Ende 2016 wieder abgebaut. (Bild: pd)

«Wir alle können zum Klimaschutz beitragen – hier und heute. Das zu vermitteln ist wohl die schwierigste Aufgabe und zugleich die wichtigste», sagte Energie- und Umweltdirektor Heinz Tännler am Mittwoch an der Eröffnung des Klimaweges im Restaurant Gottschalkenberg. Auf den ersten Blick wirke das Konzept des Klimaweges vielleicht ungewohnt, weil es nicht mit Zahlen und Fakten operiere, sondern die Sinne anspreche. Doch gerade dieser neuartige Ansatz habe den Kanton bewogen, das Projekt zu unterstützen.

«Lassen wir uns auf das Experiment ein, lassen wir uns von den Stationen des Klimaweges inspirieren, damit wir bereit sind für den Wandel – den Wandel in unseren Köpfen», erklärt Heinz Tännler. Verantwortlich für das Experiment ist der Verein MeinKlimatag. Die Initianten bauten bereits in Luzern und in Basel-Stadt zwei Klimawege.

Die zehn Stationen des rund zwei Kilometer langen Rundweges verschweigen nicht, dass der Klimawandel und seine Folgen zu den grössten Herausforderungen der Menschheit gehören. Doch die Installationen und die Texte auf den Tafeln wollen weder belehren, noch Ängste schüren, sondern Vertrauen in den eigenen Handlungsspielraum und die Entwicklungsfähigkeit der Menschheit wecken. Die Besucher sollen durch Sinneserfahrungen und Denkanstösse dazu gebracht werden, ein Bewusstsein für die eigene Werthaltung zu entwickeln.

pd/zim