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MENZINGEN: Mutterhaus der Menzinger Schwestern wird umgebaut

Die Kongregation der Schwestern vom Heiligen Kreuz in Menzingen steht vor einem gewaltigen Bauprojekt, das erst im Jahr 2025 abgeschlossen sein wird. Eine erste Etappe beinhaltet die Sanierung der Kirche und des Westflügels des Mutterhauses.
Cornelia Bisch
Der relativ junge Vorbau des Westflügels wird rückgebaut und es entsteht ein barrierefreier Zugang. Visualisierung (Bild: : PD)

Der relativ junge Vorbau des Westflügels wird rückgebaut und es entsteht ein barrierefreier Zugang. Visualisierung (Bild: : PD)

Cornelia Bisch

cornelia.bisch@zugerzeitung.ch

Das seit seiner Gründung im 19. Jahrhundert stetig gewachsene Mutterhaus der Menzinger Schwestern ist seit Jahrzehnten zu gross für die kleine Gemeinschaft. Ausserdem ist der barocke Gebäudekomplex stark sanierungsbedürftig. «Deshalb haben wir uns Gedanken gemacht über den Raumbedarf unserer Gemeinschaft und die mögliche Nutzung der übrigen Gebäudeteile durch Dritte», erklärte Provinzoberin Antoinette Hauser an der gestrigen Pressekonferenz.

In Zusammenarbeit mit externen Fachleuten wurde die Raumsituation analysiert, bautechnische Analysen und Projektstudien erstellt und ein erstes Bauprojekt entwickelt. Es fand auch ein intensiver Austausch mit der kantonalen Denkmalpflege statt, da die Klosteranlage auf der Liste der schützenswerten Gebäude steht. «Wir sind uns unserer Verantwortung bewusst und wollen der Nachwelt eine gute Lösung hinterlassen, welche wirtschaftlich ist und hinter der wir als Ordensgemeinschaft stehen können», betonte die Provinzoberin.

Rückzugsort für die Schwestern

Das nun vorbereitete Baugesuch umfasse in einer ersten Etappe den Westtrakt sowie die Kirche, die Kapelle und das Museum, führte Geschäftsführer Urs Zahner aus. «Die Schwesterngemeinschaft wird sich künftig in diesen Teil zurückziehen.» Sämtliche Wohn-, Gebets-, Aufenthalts- und Nebenräume der Schwestern sowie die Büros, das Archiv, Sitzungs- und Seminarräume finden darin Platz. Nach den Umbauarbeiten werden zirka 20 Schwestern in das Gebäude einziehen. Die Räume sind dabei so konzipiert, dass das Gebäude später umgenutzt werden kann. An der Kuppel und im Kirchentrakt müssen Sanierungsarbeiten ausgeführt werden. Das Museum, heute direkt unter der Kuppel eingerichtet, wird in die Räumlichkeiten der Kapelle im Parterre verlegt, wo die kunsthistorisch interessante Kassettendecke aus bemalten Schieferplatten wieder entkleidet und restauriert wird. Zusammen mit dem Grab von Mutter Bernarda entsteht im Museum eine Erinnerungsstätte an die Ordensgründerin. Die heute als Museum genutzte Fläche wird zu einem modernen Seminarraum umgebaut. Die Arbeiten im Umfang von schätzungsweise 15 Millionen Franken sollen im September 2018 aufgenommen und bis Februar 2020 abgeschlossen sein.

Wohn- und Gewerberäume

In weiteren Etappen werden in den übrigen Gebäudeteilen Wohn- und Gewerberäume entstehen. Im Süden sind Mietwohnungen geplant, welche Einzelpersonen, Paaren und Familien eine gute, aber nicht luxuriöse Wohnqualität zu einem bezahlbaren Preis bieten sollen. «Die Schwestern wünschen sich ein lebendiges Miteinander mit Menschen, die offen sind für die räumliche und ideelle Nähe zu einer christlichen Gemeinschaft», betont Provinzoberin Antoinette Hauser. Aufgrund der Ausrichtung zum Dorf und zum Bernardaplatz hin sollen in den östlichen beziehungsweise nordöstlichen Gebäudeteilen Arbeitsräume für das Gewerbe, für Dienstleistungsbetriebe, Arztpraxen etc. entstehen.

Eine besondere Bedeutung wird dem Eingangsbereich im Norden und dem Innenhof zukommen. Die Eingangszone soll eine Drehscheibenfunktion für Bewohner und Besucher einnehmen. Ein Bistro und der grosse Innenhof sollen zu einem gesellschaftlichen Treffpunkt werden. Die Projektentwicklung für die Gebäude, die nicht Bestandteil des aktuellen Baugesuchs sind, ist noch nicht abgeschlossen, die Nutzung einiger Gebäude noch nicht abschliessend definiert.

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