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MENZINGEN: Neue Wohnungen am «Euweg»

Die Hilfsgesellschaft will das letzte freie Landstück bebauen, das sich in ihrem Besitz befindet. Den Architekturwettbewerb hat ein Team aus dem Kanton Zug gewonnen.
Rahel Hug
Die Visualisierung zeigt das Siegerprojekt der Amrein Herzig Architekten GmbH aus Baar. (Bild: PD)

Die Visualisierung zeigt das Siegerprojekt der Amrein Herzig Architekten GmbH aus Baar. (Bild: PD)

Rahel Hug

rahel.hug@zugerzeitung.ch

Die Hilfsgesellschaft Menzingen (HGM) hat im Dorf eine lange Tradition. Gegründet Mitte des 19. Jahrhunderts, übernahm der Verein über die Jahre hinweg soziale und gemeinnützige Aufgaben. Unter anderem wurde 1965 das Pflegeheim Luegeten eröffnet, an dessen Trägerschaft die Gesellschaft bis heute beteiligt ist. Ausserdem besitzt sie 28 ­Alterswohnungen.

Nun steht für die Hilfsgesellschaft ein weiteres wichtiges Projekt auf dem Plan. Sie bebaut das letzte freie Landstück, das sich in ihrem Besitz befindet. Auf der Parzelle in der Eu im Südosten des Dorfes, die eine Fläche von 6589 Quadratmetern aufweist, sollen insgesamt rund 40 Wohnungen entstehen. Gestern Nachmittag hat der Vorstand im Pflegezentrum Luegeten die Ergebnisse des Architekturwett­bewerbs vorgestellt.

Zwei Bauvolumen sind vorgesehen

Mit dem Büro Amrein Herzig Architekten aus Baar hat ein Zuger Planerteam das Rennen gemacht. Das Siegerprojekt trägt den Namen «Euweg» und sieht zwei Bauvolumen vor. «Die Aufgabenstellung der Bauherrschaft wurde mit 12 Eigentumswohnungen im Nordbau und mit 30 Mietwohnungen im grösseren Südbau gut erfüllt», heisst es in der Mitteilung der HGM zum Wettbewerb. Paul Hegglin, Vorstandsmitglied und Vorsitzender des Preisgerichts, ergänzt: «Die Architektur ist sehr ansprechend. Die hellen, lichtdurchfluteten Räume wirken einladend.» Der Entscheid sei der Jury zwar nicht leicht, schlussendlich aber einstimmig gefallen. Der Architekt Pirmin Amrein, der selber in Edlibach wohnt, freut sich über den Zuschlag. «Das war für uns der wichtigste Wettbewerb in diesem Jahr», sagt er. Eine Herausforderung sei gewesen, dass sich das Gebiet am Rand des Dorfes befinde. «Es galt, einen passenden Abschluss hin zur Landschaft zu finden.»

Wie hoch die Investitionskosten der HGM für das Projekt sind, kann Paul Hegglin zurzeit noch nicht genau sagen. «Dafür müssen wir zuerst in die Detailplanung.» Man gehe von etwa 25 Millionen Franken aus. Mit unterschiedlichen Wohnungsgrössen will der Verein eine breite Durchmischung erreichen. «Insbesondere die Mietwohnungen sollen verschiedene Generationen ansprechen», erklärt Hegglin.

Ursprünglich war ein Kinderheim geplant

Seit 1970 ist die Hilfsgesellschaft im Besitz des besagten Grundstücks. Es wurde damals erworben, weil ein Neubau eines Kinderheims an Stelle des bestehenden Marianum vorgesehen war. Das Projekt kam allerdings nicht zu Stande, weil das Institut Menzingen die im Kinderheim tätigen Ordensschwestern zurückzog. Ausserdem war der Bedarf an Kinderheimplätzen rückläufig, sodass das Vorhaben nicht weiterbearbeitet wurde. Die Idee, an diesem Standort Wohnungen zu erstellen, besteht laut Paul Hegglin bereits seit rund zehn Jahren. «Weil wir mit dem Sanierungsprojekt des Pflegezentrums Luegeten stark ausgelastet waren, musste das Vorhaben in der Eu aber etwas warten», erklärt das Vorstandsmitglied. Bei der Luegeten wird bekanntlich im nächsten Jahr ein Ersatzbau entstehen.

Nun, da dafür die Baubewilligung vorliegt, ist für die HGM der Weg frei für die neuen Wohnungen in der Eu. Als nächster Schritt muss die Hilfsgesellschaft nun den Projektierungskredit sprechen, damit das Siegerprojekt zu einem Bauprojekt mit Kostenschätzung ausgearbeitet werden kann. Dies dürfte laut aktuellen Informationen 2018 der Fall sein, sodass mit den Planungs- und Bauarbeiten 2019 begonnen werden könnte. Stand heute könnte der Bau im Jahr 2021 fertiggestellt sein.

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