MENZINGEN: Schallendes Gelächter auf dem Berg

Die Menzikus-Gugger halten der Bevölkerung mit Witz und Humor den Spiegel vor. Und ein Stargast begeistert mit Charme und Selbstironie.

Martin Mühlebach
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Mit dem diesjährigen Motto «Quer dur d Schwiiz» überzeugten die Gugger von Menzikus mit Witz und Humor die Zuschauer. (Bilder Maria Schmid)

Mit dem diesjährigen Motto «Quer dur d Schwiiz» überzeugten die Gugger von Menzikus mit Witz und Humor die Zuschauer. (Bilder Maria Schmid)

Martin Mühlebach

Der 45. Bergspiegel unter dem Motto «Quer dur d Schwiiz», der in der vollbesetzten Schützenmatt in Menzingen stattfand, sprühte vor Witz und Humor. Bundesrat Sebi Ochsenbein (Mäsi Hegglin), Zugbegleiter Stefan Steffen (Igor Etter), Bruno Waldvogel (Roger Hartmann) und der Fischer vom Vierwaldstättersee (Reto Christen) brachten allerlei Ungereimtheiten an den Tag.

So war zu erfahren, dass Marlies und Beat Bühler auf Besuch bei der Familie Wyrsch seelenruhig weiterassen und -tranken, als es draussen zu regnen begann. «Soll es doch regnen, unser Cabriolet hat ja ein Dach», verkündeten sie. Dumm war nur, dass dieses Dach nicht geschlossen war. Doch das merkten die beiden erst, als sie nach Hause fahren wollten.

Nur im BH und Slip

Ihr Fett bekamen auch Christina Lässer und Lara Zürcher ab, die während eines nächtlichen Bads in der Adria ihre Kleider und Wertsachen unbeaufsichtigt am Strand zurückliessen. Als sie aus dem Wasser stiegen, war Lässers Handy weg. Nichtsdestotrotz liessen sie bei einem weiteren nächtlichen Bad im Meer ihre Habseligkeiten erneut unbeaufsichtigt am Strand liegen. Und diesmal waren sogar die Kleider weg. Als der «Bergspiegel» verkündete, dass die beiden Frauen nur mit BH und Slip bekleidet den Rückweg zu ihrer Unterkunft hätten antreten müssen, brach im Saal ein schallendes Gelächter aus.

Ferien in Vietnam

Weiter kam heraus, dass Gerard und Vreni Wernert bei einem österreichischen Reiseveranstalter scheinbar günstige Vietnamferien buchten, die aber nie zu Stande kamen, weil die Wernerts vergessen hatten, ein Visum zu beantragen. Mit dem halben Betrag, den der Reiseveranstalter zurückerstattet habe, habe es nur noch für Ferien zu Hause gereicht, enthüllte der «Bergspiegel», ehe er ironisch nachschob: «Das Geld hätte wohl auch für einen Flug nach Vietnam und einen sofortigen Rückflug in die Schweiz ausgereicht.» Da musste selbst der tibetische Mönch Sand a Lee (Stefan Staub) schmunzeln, der mit sanften Worten und unnachahmlicher Mimik und Gestik durchs Programm führte. Als ihm ein Zuschauer den falschen Weg zum Gubel wies, meinte der abgeklärte Mönch: «Nicht nett, aber ich bete für Sie.»

Prominenter Höhepunkt

Als absolutes Highlight des 45. Bergspiegels ist der Comedy-Auftritt der Ex-Miss-Schweiz Stéphanie Berger zu bezeichnen. Mit Ausschnitten aus ihrem Programm «Höllelujah» riss sie das Publikum von den Sitzen. Mal als freche Göre, mal als laszive Diva begeisterte sie mit burschikosem Getue und weiblichem Charme. Mit einer gehörigen Portion Selbstironie gelang es Berger, ihrem ohnehin schon tollen Auftritt die Krone aufzusetzen.

Unter den Klängen des Duos Sonnenklar aus Österreich, das heuer zum 10. Mal am «Bergspiegel» auftrat, zeigte Menzikus bis in die frühen Morgenstunden, wie es singt und lacht – und das Tanzbein schwingt.