MENZINGEN: Verfolgung, weil er für die Demokratie kämpft

In Allenwinden sorgt eine neue Asylunterkunft für Unmut. In Menzingen wohnen Asylbewerber schon lange im Dorf. Ein Augenschein.

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Mahmud Huru aus Syrien wohnt in einem kleinen Zimmer im Asylantenheim in Menzingen. (Bild Stefan Kaiser/Neue ZZ)

Mahmud Huru aus Syrien wohnt in einem kleinen Zimmer im Asylantenheim in Menzingen. (Bild Stefan Kaiser/Neue ZZ)

Wer das Treppenhaus in der Dorfstrasse 16 betritt, merkt sofort, dass es sich hier nicht um ein Fünf-Sterne-Hotel handelt. Die Decken sind niedrig, die Wände speckig. Die Etagenküchen und die Klos wirken nicht besonders einladend. Mahmud Huru, ein kurdischer Syrer, wohnt in einem engen Zweibett-Zimmer. Im Fernseher läuft gerade eine Familiensaga auf Türkisch, in der sich viele mit Gewehren und Pistolen umzingeln und einander bedrohen.

Der 24-Jährige, der schon seit einem Jahr in der Schweiz lebt, um als Flüchtling anerkannt zu werden, räumt angesichts des unerwarteten Besuchs beflissen sein Zimmer auf, das er mit einem anderen Syrer teilt, und kocht sehr gastfreundlich gleich einen Tee. «Ich bin schon zweimal im Gefängnis gelandet, weil ich mich für ein demokratisches Kurdistan engagiert habe», erzählt er in gebrochenem Deutsch. Syrien sei eine Diktatur. Zuhause lebt seine Mutter mit seinen zwölf Brüdern und Schwestern zusammen. Sein Vater ist bereits gestorben. «Ich telefoniere viel mit Zuhause, um in Kontakt zu bleiben», sagt Mahmud.

Wolfgang Holz

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Samstag in der Neuen Zuger Zeitung.