Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

MENZINGEN: Weitere Tempo-30-Zonen gefordert

Geht es nach der CVP, wird künftig nicht nur auf der Hauptstrasse durchs Dorf das Tempo gedrosselt. Die Partei befürchtet nämlich, dass durch das Projekt des Kantons Schleichwege entstehen.
Rahel Hug
Die CVP schlägt vor, unter anderem auch auf der Alten Landstrasse das Tempo zu drosseln.Bild: Werner Schelbert (Menzingen, 27. März 2017)

Die CVP schlägt vor, unter anderem auch auf der Alten Landstrasse das Tempo zu drosseln.Bild: Werner Schelbert (Menzingen, 27. März 2017)

Rahel Hug

rahel.hug@zugerzeitung.ch

Auf der Hauptstrasse im Menzinger Ortskern wird künftig Tempo 30 gelten. So sehen es die Pläne der kantonalen Baudirektion vor. Voraussichtlich für 2019 ist die Ausführung des Projekts vorgesehen. Geht es nach der CVP Menzingen, sollen Autofahrer nicht nur auf der Kantonsstrasse, sondern auch in anderen Gebieten im Dorf das Tempo drosseln. Die Ortspartei hat kürzlich beim Gemeinderat eine Motion «betreffend Tempo-30-Zonen im Gemeindegebiet von Menzingen» eingereicht.

Die Exekutive wird darin aufgefordert, auf der Seminar-, der Haldenstrasse, der Alten Land- und der Eustrasse sowie auf der Holzhäusern-, der Matten- und der Luegetenstrasse Tempo-30-Zonen zu realisieren. Weitere geeignete Stellen für eine Tempo­reduktion sieht die CVP im Dörfli und auf der Sagenmatt- sowie auf der Twärfallenstrasse in Finstersee und auf der Mühle­strasse in Edlibach. «Diese Auflistung ist nicht abschliessend. Weitere Gebiete können durch den Gemeinderat hinzugezogen werden.»

Die Sicherheit im Dorfzentrum erhöhen

Man sei überzeugt, schreiben die Motionäre, dass Tempo 30 für die Einwohner, insbesondere auch für den Fuss- und Langsamverkehr, einen grossen Mehrwert biete. «Wir befürchten, dass in den erwähnten Gebieten Schleichwege entstehen, wenn dereinst auf der Hauptstrasse Tempo 30 gilt», ergänzt Andreas Etter, Kantonsrat und Präsident der CVP Menzingen, auf Anfrage. Eine tiefere Geschwindigkeit erhöhe die Sicherheit innerhalb des Dorfzentrums, insbesondere im Bereich der Schulanlagen, sind er und seine Mitstreiter überzeugt. Viele Automobilisten würden auf diesen Strassen bereits jetzt langsamer fahren, als es das Gesetz erlaube. Etter glaubt deshalb, dass die Bevölkerung im Klosterdorf weiteren Tempo-30-Zonen positiv gegenübersteht. «Das hat auch das Mitwirkungsverfahren zum Sanierungsprojekt des Kantons gezeigt. Das neue Temporegime fand grossen Zuspruch», sagt der Parteipräsident. Im Jahr 2015 hatte der Kanton drei Veranstaltungen organisiert, an denen die Menzinger ihre Ideen und Anliegen einbringen konnten (wir berichteten).

Andreas Etter ist sich dessen bewusst, dass die Umsetzung mehrerer Tempo-30-Zonen auch mit hohen Kosten verbunden ist. Der Gemeinderat soll die neuen Zonen «wirtschaftlich» realisieren, heisst es deshalb in der Motion. «Es ist eventuell schwierig, dass sämtliche Zonen umgesetzt werden können. Bei unserer Aufzählung handelt es sich um Vorschläge, die nun genau geprüft werden sollen», sagt der Kantonsrat.

Wie steht der Gemeinderat zur Idee der CVP? Laut Auskunft von Gemeindeschreiberin Petra Poletti hat die Exekutive erst an ihrer gestrigen Sitzung über die Vorlage diskutiert. Eine Stellungnahme lag deshalb bis gestern Abend noch nicht vor.

Traktandiert für Versammlung am 31. Mai

Fest steht, dass die Bevölkerung von Menzingen über die Erheblicherklärung der Motion bald wird abstimmen können: Sie ist für die Gemeindeversammlung vom 31. Mai traktandiert.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.