Menzingen
Zwei Kamele und eine Boulebahn für das «Spritzenhüsli»

Gemeinsam Zeit verbringen – das ist nun beim ehemaligen Feuerwehrgebäude möglich. Die Kommissionen Mänzige Hell und Soziales und Gesellschaft haben den Platz mit Kunstobjekten und einem Spiel aufgewertet.

Carmen Rogenmoser
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Auch Nando Zurfluh, Laurin Odermatt, Luca Kämpf, Oltion Neziri und Fabian Disch (von links) vom Jugendtreff waren bei der Eröffnung des neuen Platzes dabei.

Auch Nando Zurfluh, Laurin Odermatt, Luca Kämpf, Oltion Neziri und Fabian Disch (von links) vom Jugendtreff waren bei der Eröffnung des neuen Platzes dabei.

Bild: Stefan Kaiser (Menzingen, 20. Oktober 2021)

Das Dorf zu verschönern und belebter zu machen: Das haben sich sowohl die Kulturkommission Mänzige Hell wie auch die gemeindliche Kommission Soziales und Gesellschaft auf die Fahne geschrieben. Kürzlich wurde nun mit der offiziellen Eröffnung einer neuen Boulebahn und der Einweihung zweier Kunstwerke auf dem Platz unterhalb des Spritzenhauses ein weiteres Puzzleteil zu diesem langfristigen Vorhaben hinzugefügt. «Wir wollen Begegnungsmöglichkeiten für Jung und Alt schaffen», erklärt Barbara Beck-Iselin. Die Gemeinderätin ist auch Präsidentin von Mänzige Hell. «Uns wurde klar, dass beim Spritzenhaus etwas möglich ist, ohne vom Verkehr gestört zu werden», fügt sie an.

Die neue Boulebahn soll Jung und Alt zum Spielen animieren. Mitglieder der verantwortlichen Kommissionen weihen den Platz ein.

Die neue Boulebahn soll Jung und Alt zum Spielen animieren. Mitglieder der verantwortlichen Kommissionen weihen den Platz ein.

Bild: Stefan Kaiser (Menzingen, 20. Oktober 2021)

Ziel der beiden Kommissionen sei es, den Platz für die Öffentlichkeit nutzbar und attraktiv zu machen. Das sei auch Teil der Legislaturziele des Gemeinderates, ergänzt die Vorsteherin der Abteilung Zentrale Dienste. Das ehemalige Feuerwehrgebäude wird seit der Renovation vor allem für Ausstellungen genutzt. Der neue Platz könnte dereinst auch dafür mit einbezogen werden. Dazu passt, dass hier neben der neuen Boulebahn zwei «Triamele», Kamele mit drei Höckern aus Beton, ein neues Zuhause gefunden haben.

Für die Bahn wurde der Boden geebnet und gekiest. Boule, die traditionelle Kugelsportart, hat den Vorteil, dass sie ohne grossen Aufwand und Üben von allen möglichen Interessierten gespielt werden kann. Die Kugeln können beim Rathaus ausgeliehen werden.

Die beiden Kunstobjekte stammen aus der Hand von Bruno Weber (1931 bis 2011). Der bekannte Schweizer Künstler hat Menzinger Wurzeln. Er schuf Werke im fantastischen Realismus und hat den Bruno Weber Park in Spreitenbach begründet – eine Welt aus zauberhaften Wesen, Fabeltieren und aussergewöhnlichen Bauten. Demnächst findet zum zehnten Todestag des Künstlers ein Gedenkanlass in Dietikon statt. Webers Witwe, Maria Anna Weber-Godon, liess es sich nicht nehmen, bei der Einweihung der beiden Skulpturen in Menzingen persönlich anwesend zu sein. «Es war ein gemütlicher Anlass», sagt Barbara Beck.

Gekommen waren auch die Teilnehmer des Jugendtreffs – ganz nach der Idee der Initianten, dass hier ein generationsübergreifender Treffpunkt entstehen soll.

Manuela Burkart von Mänzige Hell probiert zusammen mit ihrem Hund das «Triamel» aus.

Manuela Burkart von Mänzige Hell probiert zusammen mit ihrem Hund das «Triamel» aus.

Bild: Stefan Kaiser (Menzingen, 20. Oktober 2021)

Kamelreiten in Menzingen

Die beiden dreihöckrigen Kamele dienen übrigens auch als Sitzgelegenheit. Eines ist bemalt, das andere noch nicht. «Da überlegen wir uns auch noch etwas», sagt Barbara Beck. Ganz abgeschlossen ist das Projekt «Spritzenhüsli-Park» nämlich noch nicht: «Wir hätten gerne noch weitere gemütliche Sitzgelegenheiten und eine schöne Bepflanzung. Gerne würden wir auch die Bäume etwas wachsen lassen.» Und eventuell kommt auch noch eine zweite Spielmöglichkeit dazu. «Wir machen Schritt um Schritt. Es wird sich zeigen, wie der Platz künftig genutzt wird», so Beck. Mit den Kunstobjekten und der Boulebahn ist der Anfang für einen einladenden Begegnungsort gemacht.

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