Menzinger beraten über Steuern und ein Schulhaus

An der Menzinger Gemeindeversammlung vom Mittwoch, 27. November, geht’s ums Geld: Unter anderem eine Steuersenkung und ein Schulkredit stehen an.

Laura Sibold
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Das Schulhaus Finstersee mit Baujahr 1949 soll saniert werden und einen Neubau erhalten. (Bild: Stefan Kaiser, Menzingen, 11. Februar 2015)

Das Schulhaus Finstersee mit Baujahr 1949 soll saniert werden und einen Neubau erhalten. (Bild: Stefan Kaiser, Menzingen, 11. Februar 2015)

Dass das Schulhaus Finstersee erhalten bleiben soll, ist seit März 2018 klar: Damals sprach sich die Bevölkerung Menzingens deutlich für die Schule aus. An der Gemeindeversammlung vom Mittwoch, 27. November, sollen nun Nägel mit Köpfen gemacht werden. Der Gemeinderat beantragt beim Souverän einen Verpflichtungskredit von 2 Millionen Franken für die Sanierung des Schulhauses und den Neubau eines Mehrzweckraumes.

Das Schulhaus aus dem Jahr 1949 ist trotz Renovation und Anbaus in den 1980er-Jahren sanierungsbedürftig, unter anderem braucht es laut Gemeinderat Anpassungen an Raumprogramm und Bausubstanz.

«Anschluss steuerlich nicht verlieren»

Die Menzinger Ortsparteien sehen dies genauso. Während FDP, CVP und ALG die Sanierung des Schulhauses samt Neubau des Mehrzweckraumes unterstützen, wünscht sich die SVP aber mehr Mut zur Lücke. «Die SVP Menzingen ist der Meinung, man sollte keine Sanierung Plus ausführen, sondern für 2 Millionen Franken einen Neubau erstellen, welcher energetisch den neusten Vorschriften entspricht», erklärt Parteipräsident Karl Nussbaumer. An der Gemeindeversammlung werde die SVP daher einen entsprechenden Antrag stellen.

Die Geschäfte

(ls) An der Gemeindeversammlung vom Mittwoch, 27. November (20 Uhr, Zentrum Schützenmatt), stehen folgende Traktanden auf dem Programm: Protokoll der Versammlung vom 17. Juni;
Antrag Budget 2020 mitsamt Steuersenkung Kenntnisnahme Finanz- und Investitionsplan 2020–2024
Schulhaus Finstersee Projekt «Sanierung Plus», Verpflichtungskredit
Zusatzkredit für den Strassenunterhalt
Motion von Karl Künzle zur Wasserkonzession

Traktandiert ist zudem das Budget 2020. Menzingen rechnet bei einem Gesamtertrag von 25,9 Millionen Franken und einem Gesamtaufwand von 25,6 Millionen mit einem Gewinn von 0,3 Millionen Franken. Der Gemeinderat beantragt, den Steuerfuss von 71 Prozent einer Einheit auf 67 Prozent einer Einheit zu senken. Zusätzlich soll der bestehende Steuerrabatt von zwei Prozent einer Einheit für 2020 fortgeführt werden. Auch dem leisten alle vier Parteien Folge. «Menzingen soll den Anschluss an die übrigen Zuger Berggemeinden steuerlich nicht verlieren und kein unnötiges Kapital anhäufen», sagt FDP-Präsident Thomas Magnusson. Auch ALG-Parteipräsidentin Marianne Aepli spricht von einem «pragmatischen Ja».

Dafür dürfte die Motion für eine Wasserkonzessionsgebühr chancenlos sein: Alle Ortsparteien unterstützen den Antrag des Gemeinderats, den Vorstoss nicht erheblich zu erklären und als erledigt abzuschreiben.