Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Menzinger Schulbus ist vorerst vom Tisch

Zwischen dem Ägerital und Menzingen wird es keine direkte Busverbindung
geben. Das Parlament spricht sich jedoch für Verbesserungen im öffentlichen Verkehr aus.
Laura Sibold
Die Bushaltestelle Talacher soll als Umsteige-Knotenpunkt weiter
optimiert werden. (Bild: Stefan Kaiser (Baar, 5. Februar 2018))

Die Bushaltestelle Talacher soll als Umsteige-Knotenpunkt weiter
optimiert werden. (Bild: Stefan Kaiser (Baar, 5. Februar 2018))

Die Entscheidung im Kantonsrat am Donnerstag war deutlich. Mit 42 zu 23 Stimmen wurde die Forderung nach einer direkten Schulbusverbindung zur Kantonsschule Menzingen (KSM) für nicht erheblich erklärt. Die Unterägerer Kantonsräte Gabriela Ingold (FDP), Beat Iten (SP), Mariann Hess (ALG), Thomas Werner (SVP), die Oberägerer Peter Letter (FDP) und René Kryenbühl (SVP) sowie Karl Nussbaumer (SVP/Menzingen) und Marcel Peter (FDP/Neuheim) verlangten eine Analyse der Verbindungen zur KSM und forderten, notfalls Schulbusse zu realisieren.

Da keine richtige Lösung vorhanden sei, forderte Peter Letter das Postulat als erheblich zu erklären. «Kanton und Gemeinden scheinen Ping Pong zu spielen, niemand möchte für den Bus bezahlen», so der FDP-Kantonsrat. Der Regierungsrat hatte eine Analyse der Verbindungen durchgeführt, weshalb dieser Teil des Postulats für erheblich erklärt und abgeschrieben wurde. Die Analyse der Fahrgastzahlen zeigte, dass in der morgendlichen Hauptverkehrszeit innerhalb weniger Minuten enorme Unterschiede bei der Nachfrage bestehen. Die Kapazität der Busse sei aber nicht ausgelastet. Die Höchstwerte der untersuchten Kurse seien kein Ausnahmefall, ähnliche Werte gebe es auch auf anderen Zuger Buslinien.

Kosten für Zusatzbusse fallen tiefer aus

Der zweite ÖV-Vorstoss wurde nur knapp abgelehnt. Die CVP-Kantonsräte Laura Dittli, Patrick Iten (Oberägeri) und Iris Hess-Brauer (Unterägeri) forderten ebenfalls eine direkte Busverbindung. Laura Dittli stellte einen Antrag auf Teilerheblicherklärung. «Die vom Regierungsrat dargelegten Verstärkungskurse sollen schnellstmöglich umgesetzt werden. Zudem soll die direkte Buslinie Oberägeri–Menzingen nach dem Bau des Kreisels Nidfuren-Schmittli wieder aufgegriffen werden», forderte die CVP-Kantonsrätin. Ihr Antrag unterlag mit 38 zu 30 Stimmen. Die aktuell beste Variante sei eine Integration von Verstärkungskursen ins aktuelle Liniennetz, betonte auch René Kryenbühl (SVP/Oberägeri). Er führte die Kosten von 31500 Franken ins Feld, die gegenüber einem Schulbus (285000 Franken) oder einer direkten Buslinie von Oberägeri nach Menzingen (171000 Franken) deutlich tiefer ausfallen.

Gemeinden müssten 
für Schulbus zahlen

Auch Beat Iten (SP/Unterägeri) hielt die Argumentation des Regierungsrates mehrheitlich für nachvollziehbar. «Das Problem kann mit Verstärkungskursen und intelligent gestalteten Unterrichtszeiten der KSM teilweise entschärft werden.» Andreas Hürlimann (ALG/Steinhausen) sah nach der langwierigen Diskussion über das Sparpaket den Sinn eines ÖV-Ausbaus nicht. «Eine Verbesserung des öffentlichen Verkehrs ist sinnvoll, aber im ganzen System und nicht nur in den Berggemeinden.» Volkswirtschaftsdirektor Matthias Michel hielt am Antrag des Regierungsrats fest und betonte, dass die Verstärkungskurse auch den Schülern zugutekomme. Der Aufwand sei mit 31500 Franken vertretbar. An den Kosten beteiligt sich neben dem Kanton auch der Bund. Ein allfälliger direkter Schulbus wäre Sache der Gemeinden, die dafür aufkommen müssten.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.