Metall Zug mit stabilem Halbjahresresultat

Der inzwischen in eine Industrie- und eine Immobiliensparte aufgeteilte Mischkonzern Metall Zug hat im ersten Halbjahr den Umsatz bei 407 Millionen Franken in etwa halten können. Unter dem Strich sanken die Gewinne aber.

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Produktionshalle des zur Metall Zug Gruppe gehörenden Küchengeräteherstellers V-Zug. (Bild: Stefan Kaiser/Neue ZZ)

Produktionshalle des zur Metall Zug Gruppe gehörenden Küchengeräteherstellers V-Zug. (Bild: Stefan Kaiser/Neue ZZ)

Das Betriebsresultat vor Zinsen und Steuern (EBIT) sank um 16,3 Millionen Franken auf 25,1 Millionen Franken. Die Marge sank von gut 10 auf gut 6 Prozent. Dank des im Gegensatz zum Vorjahr positiven Finanzergebnisses ging der Gewinn nur um 3,1 Millionen Franken zurück und betrug 21,1 Millionen Franken, wie das Unternehmen am Montag mitteilte.

Metall Zug kämpfte wie viele Schweizer Unternehmen mit den Folgen des starken Frankenkurses. Zwar entspannte sich die Lage dank dem erstarkten Dollar leicht, gegenüber dem Euro blieben die Nachteile aber bestehen, wie es weiter hiess.

Immobiliensparte noch enthalten

Im Halbjahresergebnis sind die Resultate der am 2. Juli unter dem Namen «Zug Estates» an die Börse gebrachten Immobiliensparte noch enthalten. Dem jetzt abgetrennte Unternehmensteil gelang eine leichte Gewinnsteigerung.

Der Preisdruck wegen der Währungssituation hinterliess bei den drei industriellen Sparten hingegen deutliche Spuren, vor allem bei den Haushaltapparaten. Zwar stieg dank der stabilen Schweizer Baukonjunktur der stückmässige Absatz, doch herrscht in der Schweiz auch ein harter Konkurrenzkampf. Die Haushaltgeräte-Sparte bilden die Hersteller V-ZUG, SIBIRGroup und Gehrig-Gruppe.

Die auf Reinigung und Sterilisation spezialisierte Belimo hielt sich unter hohem Preis- und Kostendruck. Sie steigerte ihren Umsatz sogar leicht, der Betriebsverlust stieg aber auf 5,7 Millionen Franken nach 3 Millionen Franken in der Vorjahresperiode.

Verhaltene Zuversicht

Bei den Kabelmaschinen der Schleuniger Gruppe stagnierte die globale Nachfrage, Nordamerika wuchs indessen solide. Nach Asien ausgelagerte Produktionskapazitäten wurden wieder in Nordamerika aufgebaut. Der Umsatzrückgang bei Schleuniger belief sich auf 2,7 Prozent. In den Büchern standen 5 Prozent weniger Aufträge.

Für das Gesamtjahr rechnet Gruppe damit, bei anhaltendem Preis- und Margendruck in etwa den Umsatz des Vorjahres erwirtschaften zu können. Der Betriebsgewinn dürfte 64 Mio. Fr. erreichen. Damit fiele er aber deutlich unter dem Ergebnis des Vorjahres aus: 2011 hatte Metall Zug einen EBIT von 96,4 Millionen Franken ausgewiesen.

sda