Metro-Mitgründer Otto Beisheim ist tot

Der Mitgründer des Handelskonzerns Metro, Otto Beisheim, ist tot. Der 89-Jährige lebte in Baar in ist am Montagmorgen in seinem Zweitwohnsitz im bayrischen Rottach-Egern am Tegernsee tot aufgefunden worden, wie die Familie am Montag mitteilte.

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Otto Beisheim, fotografiert im Januar 2004 in Berlin. (Bild: Keystone)

Otto Beisheim, fotografiert im Januar 2004 in Berlin. (Bild: Keystone)

Otto Beisheim, fotografiert im Januar 2004 in Berlin. (Bild: Keystone)

Otto Beisheim, fotografiert im Januar 2004 in Berlin. (Bild: Keystone)

Zuvor hatte bereits die «Bild»-Zeitung online über den Todesfall berichtet. «Er litt an einer nicht heilbaren Krankheit und ist aufgrund der Hoffnungslosigkeit seiner gesundheitlichen Lage aus dem Leben geschieden», hiess es in der Pressemitteilung der Agentur Brunswick, die als Vertreterin des Familienbüros der Otto Beisheim Gruppe den Todesfall mitteilte.

Beisheim war Mitgründer der Metro AG und trug massgeblich zur Expansion des Konzerns bei. Unter anderem gehören die Media Markt-Läden zur Metro-Gruppe. Geboren wurde Beisheim 1924 in der Nähe von Essen als Sohn eines Gutsverwalters. Über lange Jahre war Beisheim geschäftsführender Gesellschafter der Metro Grossmärkte und später Präsident des Verwaltungsrates der Metro Holding. Beisheims Beteiligung an der Metro-Gruppe belief sich zuletzt auf knapp zehn Prozent.

Der Konzernleitung bis zuletzt «eng verbunden»

Metro-Chef Olaf Koch erklärte, der Konzernvorstand und die weltweit mehr als 280'000 Mitarbeiter der Metro Gruppe bedauerten den Tod Beisheims «zutiefst». Der Unternehmer sei dem Konzern «bis zuletzt eng verbunden» gewesen.

Beisheim sei «ein Pionier und eine Legende» im Handel gewesen. Sein Konzept des Grosshandels mit Selbstbedienung habe die Branche ab Mitte der 60er Jahre revolutioniert und das Fundament für die Metro Gruppe in der heutigen Form gelegt. Beisheim habe «mit Innovation, Mut und Ehrgeiz eines der weltweit führenden Handelsunternehmen geschaffen».

Erbe geht zum Teil an Stiftung in Baar

Was mit Beisheims Vermögen geschehe, sei «seit langem klar geregelt», teilte die Otto-Beisheim-Gruppe mit. Das Erbe des mehrfachen Milliardärs gehe auf seine beiden gemeinnützigen Stiftungen in München und in Baar über.

Damit lebe sein «kulturelles, karitatives und unternehmerisches Engagement» weiter. Beisheim unterstützte die Jugendfürsorge, die wissenschaftliche Forschung, kulturelle Einrichtungen und den Breitensport.

sda/zim