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Kommentar

Mindestangebot an Betreuung in Gemeinden: Das macht Sinn

ZZ-Chefredaktor Harry Ziegler über die Motion, die eine Vereinheitlichung des Betreuungsangebots über den ganzen Kanton Zug verlangt.
Harry Ziegler
Harry Ziegler

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Der Kanton Zug soll den Gemeinden ein Mindestangebot an Betreuung vorschreiben. Das verlangt eine Motion, die von mehreren Parlamentariern – bürgerlichen wie linken – unterzeichnet worden ist. Mit Vorschriften ist das so eine Sache. Man nimmt sie zur Kenntnis und handelt in der Regel danach – ob sinnvoll oder nicht.

Die von den Motionären angestrebte Vereinheitlichung des Betreuungsangebots über den ganzen Kanton macht insofern Sinn, als in der Motion nicht nur einseitig die Vereinheitlichung, sondern explizit auch die Wirtschaftlichkeit der Angebote angestrebt wird. Wenn nun die Gemeinden verpflichtet würden, ein bedarfsgerechtes Angebot – inklusive Ferienbetreuung von 12 Wochen – zu unterhalten, müsste im Rahmen der kantonalen Vereinheitlichung auch festgelegt sein, wann das Gebot der Wirtschaftlichkeit erfüllt ist. Es müssten so nur Angebote durchgeführt werden, die ausreichend nachgefragt sind.

Der Zeitpunkt der Motion «Für ein bedarfsgerechtes Angebot an familien- und schulergänzenden Betreuungsangeboten im Kanton Zug» ist wohl gewählt. Zum einen hat der Bundesrat ein Förderungskonzept verabschiedet. Danach stellt der Bund 100 Millionen Franken bereit. Mit diesem Geld sollen Projekte unterstützt werden, die Betreuungsangebote besser an die Bedürfnisse berufstätiger Eltern anpassen. Diese gezielte Förderung macht Sinn. Die Ausbildung des mit der Kinderbetreuung betrauten Elternteils läge nicht mehr brach. Die Wirtschaft profitierte von zusätzlichen, gut ausgebildeten Arbeitskräften, Kanton und Gemeinden von höheren Steuereinnahmen. Und nicht zuletzt würde die Betreuung für Familien erschwinglicher, die sich eine Betreuung (noch) nicht leisten können.

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