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Chams Fussballer sollen mindestens einen Platz gutmachen

Für den SC Cham beginnt am Samstag die zweite Saisonphase in der Promotion League. Die grossen Fragen lauten: Wie verkraftet das Team die Wechsel? Und wie sieht die Zukunft von Trainer Jörg Portmann aus?
Martin Mühlebach
Der Chamer Trainer Jörg Portmann (Mitte) hat im Tor die Qual der Wahl zwischen Marco Peterhans (rechts) und Samuel Blättler. (Bild: Raphael Biermayr (Basel, 21. Oktober 2018))

Der Chamer Trainer Jörg Portmann (Mitte) hat im Tor die Qual der Wahl zwischen Marco Peterhans (rechts) und Samuel Blättler. (Bild: Raphael Biermayr (Basel, 21. Oktober 2018))

Der SC Cham hat die Winterpause der Promotion League im siebten Tabellenrang verbracht. Vor dem Start in die zweite Saisonphase sagt Trainer Jörg Portmann: «Diesen Platz haben wir uns mit einer gepflegten Spielweise und einer ansprechenden Offensivleistung erobert. Aber es wäre eine noch bessere Rangierung möglich gewesen, wenn wir kompromissloser verteidigt und nicht zu viele Gegentore zugelassen hätten.»

Am Samstag empfängt der SC Cham den SC Brühl St. Gallen (16.00, Eizmoos), gegen den es in der Vorrunde eine 2:4-Niederlage abgesetzt hat. Portmann erinnert sich: «Wir haben uns damals zu viele individuelle Fehler geleistet. Der SC Brühl, der über eine abgezockte Mannschaft verfügt, hat das gnadenlos bestraft.» Im Rückspiel wolle man nun die Ostschweizer mit Tempofussball zermürben und in die Knie zwingen.

Der Chamer Sportchef Marcel Werder sagt: «Wir haben den Anspruch, bis zum Abschluss der Saison um jeden Punkt zu kämpfen und unser Bestes zu geben. Das soll auch so sein, falls es für uns in der Tabelle nach oben und nach unten scheinbar um nichts mehr gehen würde. Unser Ziel muss ein Schlussrang unter den besten sechs Teams sein.»

Fünf Abgänge und vier Zuzüge

In der Winterpause musste der SC Cham mitunter ungeplante Abgänge hinnehmen: Der Captain Dejan Jakovljevic (Baden), Florian Müller (Liestal), Thomas Schiavano (Wohlen), Abdurani Morceli (Cham II) und Gui Fioravanti (Brasilien) verliessen das Eizmoos. Mit Daniele Romano (Wohlen), Kevin Röthlisberger (Kriens) Cristian Miani (Köniz) und Thimo Laisa (Cham II) wurden die entstandenen Lücken geschlossen. Gut möglich, dass der eine oder andere Neuzuzug schon gegen Brühl zum Einsatz gelangen wird.

Offen war zudem bis zum Abschluss dieses Artikels, wer das Tor hüten wird. Trainer Jörg Portmann und Torhütertrainer Marco Trangoni haben die schwere Aufgabe, die richtige Wahl zwischen Marco Peterhans und Samuel Blättler zu treffen. Darüber hinaus stellt sich die Frage, ob Portmann im kommenden Sommer eine achte Saison auf dem Eizmoos anhängen wird. Der Sportchef Marcel Werder sagt dazu: «Jörg und ich werden im März zusammensitzen und erörtern, was das Beste für den Verein ist.»

An der Zusammenarbeit der beiden würde es jedenfalls nicht scheitern. Wie gut die beiden harmonieren und sich ergänzen, geht aus den Worten hervor, die die gegenseitige Wertschätzung unterstreichen. Marcel Werder lobt: «An unserem Trainer, mit dem ich vor vielen Jahren in der ersten Mannschaft noch zusammenspielte, imponiert mir seine Offenheit. Dank seiner ausgeprägten Menschenkenntnis, was im heutigen Fussball sehr wichtig ist, trifft er unangenehme Personalentscheidungen mit fussballerischen Argumenten. Er hat sein Team im Griff.»

Und Portmann betont: «Marcel Werder ist ein guter Zuhörer bei sportlichen Analysen, die wir gemeinsam erörtern. Seine Wahrnehmungen von der Tribüne sind, dank einer angemessenen Distanz zu den Spielern, eine wertvolle Ergänzung zu meinen Erkenntnissen vom Spielfeldrand.»

Ein eingespieltes Team neben dem Platz

Sowohl für den Sportchef als auch für den Trainer steht das Gesamtwohl des SC Cham an erster Stelle. Der Sportchef achtet bei der Teamzusammenstellung nebst dem sportlichen Potenzial eines Spielers auch auf dessen menschliche Eigenschaften. Marcel Werder erklärt: «Bevor ich einen neuen Spieler verpflichte, will ich sicher sein, dass er auch charakterlich ins Teamgefüge passt. Die Chemie muss stimmen, denn sportliche Erfolge sind nur möglich, wenn alle am gleichen Strick ziehen.»

Das gelte auch für jene Akteure, die auf der Ersatzbank Platz nehmen müssten. Beide betonen: Ersatzspieler müssten über eine intakte Selbsteinschätzung verfügen und mit ihrer Reservistenrolle umgehen können. Wichtig sei, dass man ihnen mit klaren, ehrlichen Worten erkläre, warum sie nicht von Beginn an zum Einsatz gelangen. «Alle Spieler müssten spüren, dass sie wichtig sind.»

Mehr zur Promotion League gibt es hier.

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