Minus von 4 Millionen Franken budgetiert

Das Budget 2012 des Kantons Zug sieht ein geringes Defizit von 4 Millionen Franken vor. Der Börsengang des Rohstoffkonzerns Glencore dürfte knapp 90 Millionen Franken in die Kantonskasse spülen. Für die nachfolgenden Jahre prognostiziert die Finanzdirektion Defizite.

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Luftaufnahme vom Zugersee. Fotografiert von der Rigi. (Bild: Archiv Neue LZ)

Luftaufnahme vom Zugersee. Fotografiert von der Rigi. (Bild: Archiv Neue LZ)

Die Einnahmen und Ausgaben des Kantons Zug halten sich im kommenden Jahr in etwa die Waage: Das Budget sieht Aufwendungen von 1,366 Milliarden Franken und Einnahmen von 1,362 Milliarden Franken vor, wie Finanzdirektor Peter Hegglin am Freitag vor den Medien sagte.

Einen markanten Anstieg erwartet der Kanton beim Steuerertrag. Dieser war im Vorjahresbudget noch mit 605,6 Millionen veranschlagt gewesen. 2012 dürfte er um 89,2 Millionen höher liegen.

Mehr Steuereinnahmen dank Glencore

Grund für diese markante Erhöhung sind unerwartete einmalige Effekte bei den natürlichen Personen. Diese sind vor allem auf den Börsengang des Rohstoffkonzerns Glencore zurückzuführen, wie der Finanzdirektor auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda sagte. Dies wirke sich auf die Steuern der im Kanton Zug wohnhaften Teilhaber aus.

Auch in Zukunft rechnet der Kanton Zug mit höheren Steuereinnahmen: In den Jahren 2013 bis 2015 steigen die Erträge gemäss Plandaten stetig an. Trotzdem erwartet Hegglin für die Jahre 2013 bis 2015 ein Defizit: Den hohen Erträgen stünden hohe Investitionen in Strassenbau, Schulen und öffentlichen Verkehr gegenüber.

Für 2012 sind Investitionen in der Höhe von 94 Millionen Franken geplant. Die grössten Ausgaben entfallen auf den Strassenbau und auf Informatikprojekte in der Verwaltung.

Zu den wichtigsten Investitionsprojekten der Jahre 2013 bis 2015 zählen laut Hegglin unter anderem die Umfahrung Cham-Hünenberg, die Tangente Zug-Baar und der Stadttunnel, für den ein Planungskredit veranschlagt wird.

Der Finanzausgleich schlägt im Jahr 2012 voraussichtlich mit 262,2 Millionen Franken zu Buche. Dies entspricht einer Erhöhung gegenüber dem Vorjahr um 22,5 Millionen Franken oder 9,4 Prozent.

Obschon der Kanton Zug fast jedes Jahr etwa zehn Prozent mehr in den Finanzausgleich zahlen muss, sind laut Hegglin keine Entnahmen aus der Ressourcenausgleichsreserve geplant. Die Gemeinden beteiligen sich an den Ausgleichszahlungen des Jahres 2012 mit 33,5 Millionen Franken.

sda/ks