Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Missglückter NLA-Saisonstart der Zuger Unihockeyaner

Ein Einbruch kostet Zug United gegen die Tigers aus Langnau sicher geglaubte Punkte.
Peter Rohner
Wehrt sich mit Händen und Füssen: der Zuger Torhüter Daniel Mück. (Bild: Christian H. Hildebrand, Zug, 14. September 2019)

Wehrt sich mit Händen und Füssen: der Zuger Torhüter Daniel Mück. (Bild: Christian H. Hildebrand, Zug, 14. September 2019)

Die Zuschauer in der neuen Dreifachsporthalle der Kantonsschule Zug erlebten ein Spiel, das beide Teams als Achterbahn beschreiben dürften. Für die Zuger endete die wilde Fahrt allerdings neben den Gleisen. In den letzten zwei Minuten versuchten sie noch einmal alles, ersetzten den Torhüter Daniel Mück durch einen sechsten Feldspieler und drückten verzweifelt auf den Ausgleich. Er fiel nicht mehr; Jürg Siegenthaler im Langnauer Tor rettete den Gästen die drei Punkte mirakulös. Und so bezahlten die Zentralschweizer in der Saisonpremiere für ein katastrophales Schlussdrittel und standen mit leeren Händen da.

Dabei hatte es aus Sicht der Zentralschweizer viel versprechend begonnen: Eine schöne Kombination mit zwei langen Pässen hebelte die Emmentaler Defensive aus, und Andreas Dahlqvist traf schon nach 57 Sekunden zum 1:0. Die Gäste fanden sich zwar in der Folge besser zurecht und erzielten ihrerseits den ersten Saisontreffer – wenig überraschend erzielte der schon fast ewige Topskorer Simon Flühmann den Ausgleich. Es war das erste von letztlich drei Toren an diesem frühen Abend für ihn. Dahlqvist hatte jedoch die schnelle Antwort bereit: Er brachte das Heimteam nach einem Konter wieder in Führung. Doch damit war das Heimteam gut bedient, fand Captain Tim Mock nach dem Spiel: «Wir hatten einen harzigen Start. Es hätte nach den ersten 20 Minuten fraglos auch anders aussehen können.»

Vom 5:1 zum 5:6 im letzten Drittel

Hingegen begeisterten die Zuger zumindest die einheimischen Fans zu Beginn des zweiten Drittels. Der erst 19-jährige Severin Nigg, auf diese Saison zum Stammspieler befördert, vollendete eine schöne Ballstafette über Mock. Dann bediente der U19-Internationale Emil Julkunen, der aus spitzem Winkel den vierten Treffer erzielte. Und es schien gar eine Zuger Gala zu werden, als Manuel Staub eine Vorlage von Daniel Uhr zum 5:1 verwertete. Gerade mal etwas mehr als 26 Minuten waren ­gespielt und die Wirkung des ­Tigers-Timeouts nach dem 4:1 schien bereits verpufft.

Doch die Tigers rappelten sich auf. Immer wieder sorgte das aggressive Forechecking bei den Zugern für Probleme – vorerst noch ohne Auswirkungen auf das Resultat. «Was wir spielen wollten, hat funktioniert», konstatierte Mock. Was sich Ende des zweiten Drittels abzeichnete, traf im letzten Drittel ein: Die Tigers spielte sich durch die Zuger Abwehr, und Thomas Gfeller verkürzte. Den Zugern bot sich gleich die Chance, das Skore wieder zu erhöhen, als den Langnauern ein Wechselfehler unterlief. Statt jedoch im Powerplay wieder vorzulegen, düpierten sich die Gastgeber selber. Gleich zwei Langnauer gingen vor dem Tor vergessen – 3:5.

Und es kam noch schlimmer. Slapstickartig rutschten Yannick Schelbert und Manuel Staub auf dem schweissnassen Boden aus; Flühmann drückte den Ball vor den Augen der konsternierten Zuger über die Linie. Und wieder Flühmann glich schliesslich für die euphorisierten Gäste ­sieben Minuten vor Schluss aus. Schliesslich unterband Janis Lauber vier Minuten vor dem Ende einen Auslösungspass und überwand Daniel Mück zum 6:5 für die Langnauer. «Wir sind komplett eingebrochen», so Tim Mock nach dem Spiel. «Wir haben den Fokus verloren. Ich kann es nicht erklären.»

Unihockey NLA, Männer
1. Runde: Zug – Langnau 5:6. Sarnen – Uster 0:9. Wiler-Ersigen – ­Malans 7:4. Rychenberg Winterthur – Grasshoppers 6:7. Thun – Chur 5:8. Köniz – Waldkirch-St.Gallen 5:7.
Zug United – Langnau 5:6 (2:1, 3:0, 0:5)
Dreifachsporthalle Kantonsschule, Zug. – 250 Zuschauer. – SR Britschgi/Gasser.
Tore: 1. (0:57) Dahlqvist (Larsson) 1:0. 15. Flühmann (Glauser) 1:1. 17. Dahlqvist (Larsson) 2:1. 24. Nigg (Mock) 3:1. 26. Julkunen (Nigg) 4:1. 27. Staub (Daniel Uhr) 5:1. 45. Gfeller (Flühmann) 5:2. 48. Lauber (Matteo Steiner) 5:3. 51. Flühmann (Glauser) 5:4. 53. Flühmann (Gfeller) 5:5. 57. Lauber 5:6. Strafen: 1-mal 2 Minuten gegen Zug United. 2-mal 2 Minuten gegen Tigers Langnau. Zug United: Mück; Menon, Kostov-Bredberg; Staub, Yannick Schelbert; Adrian Uhr, Furger; Julkunen, Nigg, Mock; Daniel Uhr, Larsson, Dahlqvist; Joshua Schelbert, Laely, Fiechter; Rubi, Grüter. Tigers Langnau: Jürg Siegenthaler; Langenegger, Beer; Meister, Stefan Siegenthaler; Strohl, Schlegel; Flühmann, Guggisberg, Glauser; Lauber, Aeschlimann, Simon Steiner; Kropf, Gfeller, Matteo Steiner. Bemerkungen: Zug ohne Schälin (U21), Niederberger, D’Oto und Reto Flütsch (alle mit Highlands/1. Liga). – Timeouts: 26. Tigers; 51. Zug United. Zug ab 58. bei Ballbesitz ohne Goalie und mit sechstem Feldspieler.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.