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Steinhausen: Mit 110 Prozent Leidenschaft

Der VBC Steinhausen startet am kommenden Wochenende in die neue Saison der Nationalliga B. Mit dabei ist auch das Eigengewächs Dijana Radulovic. Sie verfolgte vor ihrer Rückkehr eigentlich andere Pläne.
Michael Wyss
Dijana Radulovic meistert Hindernisse mit Leichtigkeit. (Bild: Werner Schelbert (Steinhausen, 21. September 2018))

Dijana Radulovic meistert Hindernisse mit Leichtigkeit. (Bild: Werner Schelbert (Steinhausen, 21. September 2018))

«Ich habe gerne Tiere und bin nicht abgeneigt, einmal beruflich etwas in diese Richtung zu machen. Tierärztin wäre mein Berufswunsch», sagt die aufgestellte Dijana Radulovic vom VBC Steinhausen. Bereits zur Schulzeit war sie immer in Tierparks mit ihren Eltern anzutreffen. Zu Hause haben die Radulovics auch ein Haustier: den sechsjährigen Rüden «Kiki». «Er ist mein grosser Stolz, mit ihm verbringe ich viel Zeit», sagt Dijana Radulovic. So erstaunt es wohl nicht, dass die 20-Jährige in Zürich an der Universität Veterinärmedizin studiert. «Tiere sind faszinierende Lebewesen. Wir Menschen könnten viel von ihnen lernen», ist sie überzeugt.

Doch Radulovic ist nicht nur eine tierliebende Person, sondern auch sportlich: «Den ganzen Tag die Schulbank drücken und dann nichts mehr machen, das geht nicht. Ich brauche einen Ausgleich, meine Energie und Emotionen müssen raus. Im Sport kann ich abschalten, das ist gut für meinen Körper, die Seele und den Geist.» Ihrem Engagement im VBCS in der NLB geht sie mit viel Herzblut nach. Sie selber sagt: «Wenn ich etwas mache, dann gebe ich 110 Prozent. Halbe Sachen sind nicht mein Ding.»

Die Freude am Volleyballsport entdeckte die Steinhauserin, die auf der Aussen- oder der Mitteposition eingesetzt werden kann, dank der Familie. «Schuld, dass ich heute nicht mehr Hip-Hop tanke und Break Dance betreibe, ist meine um drei Jahre ältere Schwester Magdalena. Sie war früher in Steinhausen im Volleyball und hat mich dazu motiviert, dem Verein beizutreten», erklärt Dijana Radulovic. Dijanas Zwillingsbruder David – er ist eine Minute jünger – spielte einst beim SC Steinhausen Fussball. Und Vater Danko (50) ist in der Innerschweizer Fussballszene bekannt, trainierte er schon verschiedene Teams. Und Mutter Mileva (45) unterstützt ihre Kinder, wo sie kann.

Negativerfahrung in Luzern

Dass Radulovic wieder in Steinhausen bei ihrem Stammverein spielt, war eigentlich noch nicht geplant. Während der Saison 2015/16 und 2016/17 konnte sie in der NLA bei Volley Top Luzern spielen und Erfahrungen sammeln. Es gefiel mir sehr gut, das Niveau war sehr hoch. Dann kam im März 2017 der grosse Knall – das Team wurde aufgelöst.» Dies aus sportlichen, organisatorischen und finanziellen Gründen. «Das war ein herber Rückschlag für mich, eine grosse Enttäuschung. Ich hätte gerne noch einige Zeit auf höchstem Niveau gespielt.» Für den VBC Steinhausen war dies ein Glücksfall. «Für mich war klar, dass ich meine Karriere in Steinhausen fortsetzen werde. Hier habe ich meine Wurzeln und hier kann ich etwas zurückgeben.» Während ihrer Zeit in Luzern gehörte sie auch der Schweizer Nationalmannschaft an. «Ich bestritt einige Länderspiele. Das war eine schöne Erfahrung für mich.»

Hohes Saisonziel: «Schwieriges Unterfangen»

Das sportliche Ziel der Steinhauserinnen, die in der NLB-Ostgruppe Ost spielen, ist dasselbe wie in den letzten Jahren: Unter die ersten vier und damit in die Playoffs kommen. «Damit hätten wir den Ligaerhalt auf sicher und könnten die neue Saison planen», erklärt Radulovic. Letzte Saison scheiterten die Steinhauserinnen mit dem fünften Rang knapp an diesem Unterfangen. «Es wird ein schwieriges Unterfangen, denn die Gruppe ist stark besetzt. Doch wir können es schaffen, denn wir haben einen guten Teamgeist und einen guten Mix im Team», glaubt Radulovic.

Trainiert werden die Steinhauserinnen neu von Amir Mustafic (49), der auf Thomas Böbner folgte. Seinen Lebensunterhalt verdient er als Sportlehrer und Militärpilot. Mustafic trainierte in der Schweiz verschiedene Teams – unter anderem in der 1. Liga – und war früher in Bosnien und Österreich als Spieler Profi. Er gehörte dem Nationalteam von Bosnien und Herzegowina an.

Das erste Meisterschaftsspiel bestreitet Steinhausen am kommenden Samstag gegen Giubiasco. Radulovic: «Es wäre wichtig, gleich mit einem Erfolgserlebnis zu starten. Wir wollen unseren Fans gleich zum Auftakt eine Freude bereiten. Der Sieg muss das Ziel sein.»

Kader Saison 2018/19: Andrea Niederberger, Jahrgang 1979, 165 cm, Pass, Salina Brem, 1995, 163 cm, Libero, Melina Cerfeda, 1990, 164 cm, Libero, Svenja Baumann,1998,182 cm, Haupt, Mirjana Blazevic, 1996, 176 cm Aussen, Francesca Nicoli, 1996, 178 cm, Mitte, Lea Portmann, 1998, 180 cm Dia/Aussen, Lisa Adler, 1994, 176 cm Aussen, Alaia Adler, 1994, 173 cm, Dia, Dijana Radulovic, 1998, 179 cm, Aussen, Claudia Lengacher, 1998, 170 cm, Pass. – Zuzüge: Niderberger, Blazevic, Nicoli (Ruswil), Portmann (Luzern), Lengacher (Glaronia). – Abgänge: Gantner, Strübin, Halkova, Nussbaumer, Rügge, Betschart, Gwerder.

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