Beinwil: Mit 24 Bäumen wurde die ausgeräumte Landschaft bereichert

In Beinwil haben Freiwillige angepackt, statt nur vom Naturschutz zu reden.

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Eine Aktion für mehr Ökologie: Zwei Bauern und ihre Helferinnen und Helfer pflanzten 24 Bäume. (Bild: PD)

Eine Aktion für mehr Ökologie: Zwei Bauern und ihre Helferinnen und Helfer pflanzten 24 Bäume. (Bild: PD)

(az) Nicht reden, sondern handeln, das war die Devise der rund 20 Baumpflanzer in Beinwil. Sie folgten dem Aufruf der IG Bäumige Zukunft aus Beinwil, welche auch die Baumreihe zwischen Beinwil und Wiggwil realisiert hatte.

Die Landwirte Pius Bucher, Schwaiel, und Michael Moos, Winterschwil, waren bereit, entlang einer Flurstrasse 24 Linden, Eichen, Birken, Zitterpappeln, Nussbäume, Ahorne und andere Baumarten zu pflanzen.

Verbesserung der Bodenfurchtbarkeit inkklusive

Dies im Wissen darum, dass die Bäume ökologisch wichtige Trittsteine sind in der mehrheitlich ausgeräumten Landschaft. Sie sind jedoch auch für die angrenzenden Felder und Weiden vorteilhaft, halten sie doch den Wind zurück, kühlen im Sommer und schaffen damit ein besseres Mikroklima für das Vieh und die Ackerfrüchte. Auch die Bodenfruchtbarkeit wird durch die Wurzeln und dem damit verbundenen Pilzgeflecht verbessert. Blätter düngen im Herbst den Boden, nähren damit die Bodenlebewesen, welche somit für eine deutlich höhere Bodenaktivität sorgen.

Die rund 20 Helfer setzen so auch ein Zeichen gegen den Klimawandel: Ein ausgewachsener Baum produziert Sauerstoff für 48 Menschen und er kann grosse Mengen an CO2 speichern. Die grosse Artenvielfalt bei den Bäumen bringt eine enorm viel grössere Biodiversität an Insekten, Kleinlebewesen und Vögel mit sich. Diese erhöhen wiederum die natürliche Widerstandsfähigkeit der Anbauflächen. Jeder Baum wurde von den Pflanzern mit einem Schutz gegen Wildverbiss versehen. Sechs hohe Greifvögelstangen sollen den Mäusen den Garaus machen. (az)