Leserbrief

Mit Darlehen ist nicht geholfen

Zum Leserbrief «Welch schäbiges Gejammer», Ausgabe vom 21. April

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Der Leserbrief von Barbara Müller Hoteit beginnt mit folgenden Zeilen: «Beim Lesen der ersten Seiten der ‹Schweiz am Wochenende›, kochte bei mir der Ärger über und ich holte den Laptop hervor, um meinem angestauten Unmut Luft zu machen.» Als ich den Leserbrief gelesen hatte, ging es mir genau gleich. In den Zeilen ärgern Sie sich über die «V»-Partei und vor allem über Herr B. und Frau M. Sie kritisieren, dass die reichsten 300 Familien in der Schweiz zusammen 675 Milliarden Franken besitzen und warum diese nicht ein Teil ihres Vermögens als zinslose Darlehen vergeben.

Meiner Meinung nach ist es nicht die Aufgabe von Privatpersonen, Darlehen zu vergeben, und nur so nebenbei ist mit einem Darlehen langfristig auch nicht geholfen, denn ein Darlehen muss zurückbezahlt werden. Viel mehr würde man den KMU, Gastrobetrieben etc. helfen, indem sie wieder ihren Geschäften nachgehen können, Umsatz generieren und daraus resultierenden Betriebsgewinn erwirtschaften können. Noch kurz ein paar Worte über Frau M. Frau M. hat 600000 Masken eingekauft und wird diese an Coiffeure usw. zum Selbstkostenpreis weiterverkaufen, weil der Bund dies bis jetzt nicht geschafft hat. Dies nur zum Thema gierige «V»-Politiker. Schauen wir doch mal auf die rot-grüne politische Seite, diese fordern Sitzungsgelder für Sessionen, die gar nie stattgefunden habe. Dies zum Thema «Kleinkindlich und trotzend werden herrische und hochmütige Forderungen gestellt. Schade, stellen sich die Schweizer Wirtschaft und leider auch die Schweizer Parteien in dieser Krise dermassen schwach und unsolidarisch dar», wie aus dem Leserbrief weiter zu entnehmen ist. Im Allgemeinen finde ich es nicht in Ordnung, dass solche neuen «Berufspolitiker» ihre Existenz von den Mandaten und Entschädigungen abhängig machen. Ursprünglich sollte die grosse Kammer für Milizpolitiker, die ihr Mandant im Nebenamt ausüben gedacht sein.

Alessandro Ehrbar, Holzhäusern