Mit dem Velo vom Berg ins Ägerital

Momentan liegt das Projekt, die Radstrecke zwischen Menzingen und Unterägeri auszubauen, öffentlich auf. Mit den geplanten Baumassnahmen wird eine Lücke geschlossen.

Andrea Muff
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Momentan ist das Wetter zwar wechselhaft, aber die bereits warmen Sonnenstrahlen, die sich in diesen Tagen zeigen, locken viele Ausflügler ins Grüne. Wanderwege und Velostrecken treten nun vermehrt in den Fokus. So auch die Verbindung zwischen Menzingen und Unterägeri. Momentan liegt beim kantonalen Tiefbauamt die Radstrecke Nummer 52 auf, die von der Alten Landstrasse in Unterägeri zur Hauptstrasse in Menzingen führt. Baudirektor Florian Weber erklärt: «Seit jeher führt ein Wanderweg von Menzingen nach Unterägeri, der über die Strecke Brämen–Gründlen–Teuftänndlibach führt.»

Besagter Weg sei für Fussgänger offen, denn dort gelte ein Fahrverbot. «Es gab jedoch immer wieder Personen, welche das richterliche Fahrverbot ignorierten», weiss Weber. Dies soll sich mit der öffentlichen Auflage des Projekts der kantonalen Radstrecke von Brämen bis Gründlen ändern. Es handelt sich dabei um einen Abschnitt von rund 485 Metern. Der restliche Weg führt über Gemeindestrassen, welche öffentlich sind. «Die Radstrecke wird erst beschildert, wenn auf der gesamten Strecke ein öffentliches Radfahrwegrecht besteht», erklärt Florian Weber.

Strasse soll breiter werden

Obwohl der Weg zwischen Gründlen und Brämen über private Grundstücke führt, musste kein Land enteignet werden, versichert Weber weiter. «Mit den Grundeigentümern wurde das Gespräch gesucht und sie haben sich bereit erklärt, das öffentliche Fuss- und Radfahrwegrecht zu gewähren», präzisiert der FDP-Regierungsrat. Das heisst: Nachdem das öffentliche Fuss- und Radfahrwegrecht erteilt ist, sei die gesamte Radstrecke öffentlich zugänglich. Gemäss dem technischen Bericht des beauftragten Ingenieurbüros Lukas Fritz + Partner AG aus Baar sind bauliche Massnahmen notwendig, um etwa die bisherige Strasse breiter zu machen. Der Weg soll insgesamt 3,3 Meter breit werden, wobei für die Wanderer ein 80 Zentimeter breiter Kiesweg bestehen bleiben soll. Für die restlichen 2,5 Meter soll ein sogenannter Schwarzbelag, eine Asphaltstrasse, entstehen. Auch soll etwa im Bereich des Hofes Gründlen das Gefälle reduziert werden. Zudem wird durch die neue Strasse oberhalb des Hofes die Kurvensichtweite für die Radfahrer verbessert.

Für die Arbeiten am Abschnitt Brämen–Gründlen–Teuftänndlibach liegt laut Baudirektor Weber ein bewilligter Kredit von 500000 Franken vor. Dieser beinhalte auch eine finanzielle Beteiligung an der Brücke über den Teuftänndlibach, welche bereits 2016 realisiert worden sei. Die Umsetzungen der Arbeiten sind für die nächsten zwei Jahre geplant.