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Leserbrief

Mit den Bürgerrechten spielt man nicht

«Greta statt Kreta», Ausgabe vom 13. April

Die Klimaerwärmung ist Realität. Ob und wie sie sich aufhalten lässt, ist allerdings offen. Fakt ist, dass der Beitrag, den die Schweiz bei der Reduktion des CO2-Ausstosses leisten kann, irgendwo zwischen einem Zehntausendstel und einem Hunderttausendstel liegt. Nur: Fakten interessieren offenbar nicht. Es wird die Ausrufung eines Notstands gefordert. Die Geschichte zeigt, dass Länder immer dann den Notstand ausriefen, wenn es darum ging, die Bürgerrechte einzuschränken. Mit so etwas spielt man nicht!

Soll man also nichts tun? Doch, man soll. Und man soll selber denken, anstatt einem Trend hinterher zu laufen, nur weil es andere tun. Statt auf Panik zu machen und auf andere zu zeigen, kann jeder bei sich selbst beginnen. So hat diese Zeitung uns am Samstag vorgerechnet, wie viele Tonnen Treibhausgase Flugreisen ausstossen. Guter Denkansatz. Nur schade, dass am Tag danach auf der Reiseseite den Lesern eine Reise in die USA schmackhaft gemacht wurde und eine Woche zuvor eine in die Philippinen. Verstehen Sie, was ich meine, wenn ich von Hysterie, Hype und Panik spreche?

Die Jungen trifft dabei keine Schuld. Sie versuchen in einer überdrehten Welt Orientierung zu finden und haben das dumpfe Gefühl, um ihre Zukunft betrogen zu werden. Und eigentlich haben sie recht. Aber nicht bezüglich des Klimas, sondern die Altersvorsorge betreffend.

Die gleichen Kreise, welche die Jungen einspannen für einen zweifelhaften Ökofeldzug, der zunehmend zu einer Renaissance des Sozialismus wird, weigern sich, endlich Hand zu bieten, um die Altersvorsorge nachhaltig zu sanieren. Stattdessen leben die Generationen der heutigen Grosseltern und Eltern (dazu gehöre auch ich) auf Kosten der Jugendlichen und Kinder. Jetzt müssen endlich die AHV und die berufliche Vorsorge saniert werden, damit jede Generation ihre Kosten selber trägt und die heutigen Jungen nicht um ihre Ansprüche betrogen werden. Dafür, liebe Jugendliche, solltet ihr euch wehren.

Thomas Lötscher, Neuheim

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