Mit einem Skalpell unterwegs: Psychisch angeschlagener Mann wird von der Zuger Polizei angehalten

Ein psychisch angeschlagener Mann war mit einem Skalpell in der Hand im öffentlichen Raum unterwegs und hat sich selbst leichte Verletzungen zugefügt. Er konnte angehalten und in eine psychiatrische Institution gebracht werden.

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(mua) Am Montagnachmittag, 15. Juni, kurz nach 16 Uhr, gingen bei der Einsatzleitzentrale der Zuger Polizei mehrere Meldungen ein, dass in Oberägeri ein Mann mit einem Messer unterwegs sei. Die sofort ausgerückten Einsatzkräfte konnten den signalisierten Mann kurze Zeit später in Unterägeri an der Zugerstrasse antreffen, heisst es in einer Mitteilung der Zuger Strafverfolgungsbehörden. Als der 43-Jährige die Polizisten erblickte, ergriff er unvermittelt die Flucht. Nach wenigen Schritten konnte er aber eingeholt und angehalten werden.

Zuvor hatte sich der Norweger laut Mitteilung mit einem mitgeführten Skalpell mehrere oberflächliche Schnittverletzungen zugefügt. Der 43-Jährige wurde mit dem Rettungsdienst Zug ins Spital überführt. Durch einen Facharzt wurde eine fürsorgerische Unterbringung verfügt und der Betroffene folglich in eine psychiatrische Institution gebracht.

Da sich der Mann der Polizeikontrolle entziehen wollte und die Polizisten während des Einsatzes mehrfach massiv bedrohte, muss er sich wegen Hinderung einer Amtshandlung sowie Gewalt und Drohung gegen Beamte und Behörden bei der Staatsanwaltschaft des Kantons Zug verantworten.