Leserbrief
Mit Krediten ist der Wirtschaft nicht geholfen

Zu den wirtschaftlichen Massnahmen des Bundes

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Grossmäulig stellt sich der Bundesrat nun ins rechte Licht und betont, dass er nun die Kreditschleusen öffnet, um die Folgen der Coronakrise zu dämpfen. Abgesehen davon, dass dies alles keine Folge der Coronapandemie ist, sondern einzig und alleine eine Folge der Massnahmen, ist es der falsche Weg. Die Regierungen fahren die Wirtschaft an die Wand, nicht das Virus, also seid bitte ehrlich und verwendet die richtigen Argumente. Ich rege mich schon auf, wenn von Social Distancing zu reden ist, es ist ein Physical Distancing. Wir brauchen das Gegenteil von Social Distancing! Wie soll ich einer Behörde trauen, die solche sprachlichen Defizite aufweist?

Max Frisch sagte einmal: «Krise ist ein produktiver Zustand. Man muss ihr nur den Beigeschmack der Katastrophe nehmen.» Wir tun im Moment genau das Gegenteilige und wer will produktiv sein, wenn ihm stundenlang von den Medien eingetrichtert wird, dass eine Katastrophe am Laufen ist? Ich höre schon kein Radio oder Fernsehen mehr, weil ich genug habe von der Panik- und Angstmacherei.

Aber nun zum Essenziellen. Der Bundesrat verursacht durch seine Massnahmen Milliardenschulden und nun soll der Betroffene die Zeche zahlen und einen Kredit aufnehmen? Abgesehen davon, dass er sich dann unter die Kontrolle des Staates begibt, denn ohne Bedingungen werden diese Kredite sicher nicht gewährt. Werden die Massenentlassungen nur aufgeschoben. Spätestens bei der Rückzahlung werden viele Kleinstunternehmen Konkurs gehen, denn nur der Bundesrat ist so naiv zu glauben, dass man mit einem Einzelunternehmen reich wird oder Reserven häufen kann. Ich würde mich hüten, einen Kredit aufzunehmen, und damit einen Schaden decken, den der Kreditgeber zu verantworten hat. Das einzig Richtige wären A-fonds-perdu-Beiträge. Denn für die Fehler der Regierung zahlt eh immer der Steuerzahler und daran kann man ruhig im Moment festhalten, bis es dem Bürger reicht und ich staune, dass dies nicht schon längst geschehen ist.

Michel Ebinger, Rotkreuz