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Zug: Mit leichten Arbeiten das Sackgeld aufbessern

Seit zwölf Jahren besteht das Projekt «Jobshop» der Jugendanimation Zug. Jugendliche verrichten im Stundenlohn leichte Büro-, Garten- und Hausarbeiten. Neu unterrichten sie auch digitale Einsteiger.
Karen (13) rechnet mit Laurence (15) vom Büroteam ab. Conny Egger von der Jugendanimation Zug (Jaz) unterstützt, wo nötig.

Karen (13) rechnet mit Laurence (15) vom Büroteam ab. Conny Egger von der Jugendanimation Zug (Jaz) unterstützt, wo nötig.

Die 13-jährige Karen kommt am Mittwochnachmittag im Laden für Soziokultur, dem «Wohnzimmer» der Jugendanimation Zug (Jaz) vorbei, um den Lohn für ihren letzten Sackgeldjob abzuholen. Sie ist seit letztem Sommer als Dienstleisterin Mitglied bei «Jobshop», einem bereits 12-jährigen Projekt der Jaz. «Ich musste für einen Kunden dessen Logo auf Schoggiherzen kleben für die Zuger Messe», erzählt sie.

Karen hat auch schon andere Arbeiten ausgeführt, zum Beispiel Kopieraufträge oder Ähnliches. Garten- oder Hausarbeiten sowie Einkaufsdienste wären für sie ebenfalls denkbar. Das Jugendschutzgesetz erlaubt für Kinder ihres Alters leichte Arbeiten von maximal dreistündiger Dauer. «Ich bin für alles offen», sagt die Oberstufenschülerin aus Zug beherzt. Ein regelmässiges, fixes Engagement kann sie sich aber nicht vorstellen. «Wegen der Schule geht das nicht.»

Jugendliche arbeiten selbstständig

Auch Conny Egger, Soziokulturelle Animatorin bei der Jaz, beobachtet, dass der schulische Druck steigt und die Jugendlichen vor allem im letzten Jahr der obligatorischen Schulzeit nicht mehr viel Zeit für Sackgeldjobs haben. Dennoch läuft das Projekt Jobshop gut. «Eine der Herausforderungen ist es, in den Köpfen der Leute präsent zu bleiben», stellt Egger fest. Deshalb schlägt sie in regelmässigen Abständen Werbemassnahmen vor und pflegt Kundenkontakte zu Privaten, der Stadtverwaltung und KMUs.

Grundsätzlich aber lässt Egger das sechsköpfige Büroteam, das sich jeweils für ein ganzes Jahr verpflichtet und aus älteren Schülern besteht, nach sorgfältiger Einarbeitungszeit weitgehend selbstständig arbeiten. Zur Unterstützung ist sie jedoch im Hintergrund erreichbar. Das Büroteam ist an Mittwochnachmittagen von 14 bis 17 Uhr im Laden für Soziokultur präsent. Es koordiniert die Einsätze, rechnet mit Kunden und Mitarbeitern ab und setzt Werbemassnahmen um.

Erfahrungen sammeln

«Ziel des Projekts ist, dass die Jugendlichen in geschütztem Rahmen erste Erfahrungen in der Arbeitswelt sammeln können», so Egger. Sie lernen den Bezug zwischen Arbeit und Lohn kennen, übernehmen Verantwortung und üben sich in Selbstorganisation und Teamwork. Daneben werden die Beziehungen im Quartier gestärkt und negative Vorurteile gegen Jugendliche abgebaut. «Jeder Auftrag wird einerseits vom Kunden, andererseits vom ausführenden Jugendlichen beurteilt», erklärt Egger. «Die überwiegende Mehrheit der Kunden und auch der Jugendlichen beurteilt die Einsätze sehr positiv.» Die jungen Arbeiter erhalten einen Lohn von 12 Franken pro Stunde. Der Kundschaft wird für die ersten drei Aufträge 17 Franken, für alle weitern 15 Franken berechnet. Jüngstes Projekt von Jobshop, Pro Senectute und der Bibliothek Zug ist das Angebot von Smartphone- und Tablet-Support. «Am 12. Januar bekommen digitale Einsteiger in der Bibliothek Zug Tipps von den Jugendlichen», kündigt Conny Egger an. Bei Jobshop kann ab sofort aber auch Einzelunterricht gebucht werden.

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